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Streik in Österreich: Zugausfälle auch in Deutschland

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In Österreich treten die Eisenbahner am Montag in einen ganztägigen Warnstreik. Für 24 Stunden steht der Bahnverkehr in dem Land still. Der Grenz- und Nachtzugverkehr ist bereits ab Sonntagabend betroffen. Bahn und Gewerkschaft machen sich gegenseitige Vorwürfe.

In Österreich steht am Montag landesweit wegen eines Streiks der Bahnverkehr still. Auslandsverbindungen sind bereits ab Sonntagabend betroffen. Grund dafür seien gescheiterte Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag der Eisenbahner, teilten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) am Sonntag mit.

„Die Sozialpartner konnten nach mehr als zwölf Stunden intensiven Gesprächen leider keine Einigung erzielen“, hieß es in der Mitteilung. Daher habe die Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida für Montag von 0 bis 24 Uhr, einen Warnstreik angesetzt.

Auch der grenzüberschreitende Bahnverkehr und der Nachtreiseverkehr seien betroffen, hieß es. Hier werde es von Sonntagabend bis Dienstagfrüh zu Ausfällen bei den Nightjet- und EuroNight-Verbindungen kommen.

Die ÖBB hat eigenen Angaben zufolge ihre Fahrgäste bereits am Freitag vorsorglich informiert. Es werde ersucht, nicht notwendige Fahrten zu verschieben oder alternative Reisemöglichkeiten zu wählen.

Auch die private Westbahn, die zwischen Wien und München verkehrt, kündigte einen Fahrstopp am Montag an. Busse und andere öffentliche Verkehrsmittel in Österreich sind nicht betroffen.

Streit um Lohnerhöhung im zweistelligen Bereich

Die Gewerkschaft vida, die rund 50.000 Eisenbahner vertritt, hatte eine pauschale Lohnerhöhung von 400 Euro gefordert, was laut Arbeitnehmervertretern ein durchschnittliches Plus von etwa 12 Prozent ausmachen würde.

Die Wirtschaftskammer, die auf Arbeitgeberseite die Verhandlungen führt, besserte ihr Angebot zuletzt auf 8,4 Prozent nach. Die Inflation lag in Österreich im Oktober im Jahresvergleich bei elf Prozent.

Am Sonntagvormittag erklärten beide Seiten jedoch die Gespräche für vorerst gescheitert und gaben einander die Schuld. „Mir fehlt jedes Verständnis für diesen Streik“, sagte ÖBB-Chef Andreas Matthä. Das derzeitige Lohn-Angebot sei höher als in allen anderen Branchen.

Die Gewerkschaft spricht hingegen von einem „Scheinangebot“. Das ursprüngliche Angebot von 200 Euro monatlichem Fixbetrag sei lediglich um acht Euro erhöht worden. „Acht Euro wenden keinen Warnstreik ab“, sagte Gerhard Tauchner, stellvertretender Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn der Gewerkschaft vida.

Arbeitgeber-Chefverhandler Thomas Scheiber bezeichnete die Forderungen als maßlos und das Vorgehen als verantwortungslos. „Die Gewerkschaft nimmt mit ihren unrealistischen Forderungen die gesamte Branche und ihre Kunden in Geiselhaft. Ich entschuldige mich bei allen Fahrgästen, wir konnten den Streik mit dieser Vorgehensweise der Gewerkschaft nicht mehr abwenden“, so Scheiber.

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