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Produktionseinbruch bei iPhones: So löst Apple sein China-Problem

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Wer auf ein iPhone 14 Pro unter dem Weihnachtsbaum hofft, wird enttäuscht werden. Apples Top-Modell ist nicht vor dem 2. Januar lieferbar. Auch bei MacBooks gibt es Engpässe. Schuld ist das Null-Covid-Chaos beim Zulieferer in China. Apple passt sich an. Das können auch die Verbraucher.

Wer ein iPhone zu Weihnachten verschenken will, muss sich dieses Jahr wohl etwas einfallen lassen. Der Grund sind Lieferschwierigkeiten beim zweitgrößten Handyhersteller der Welt, Apple. Ein schwarzes iPhone 14 Pro, der Klassiker, ist im Apple-Shop erst ab dem 2. Januar wieder lieferbar. Und bei anderen Händlern sieht es ähnlich aus.

Doch woher kommen die Probleme, die Apple im wichtigen Weihnachtsgeschäft treffen? Die kurze Antwort lautet: China – also das Land, in dem Apple ein Großteil seiner Artikel produziert. Vor allem der Zulieferer Foxconn bereitet den Kaliforniern hier Probleme, oder genauer: die strenge Zero-Covid-Politik der chinesischen Regierung.

Produktionsdefizit offenbar bei 30 Prozent

Zuletzt gab es massive Proteste gegen die „Einkasernierung“ der Angestellten – Bilder von fliehenden Demonstranten gingen um die Welt. Und so kam es auch, dass Apple vor drei Wochen erstmals Lieferschwierigkeiten einräumte. Die Anlage in der chinesischen Stadt Zhengzhou arbeite derzeit „mit reduzierter Kapazität“.

Die Folge: „Unsere Kunden werden längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, um ihre neuen Produkte zu erhalten“, hieß es vom Hersteller. Laut Reuters betrug das Produktionsdefizit bis zuletzt etwa 30 Prozent. Eine Anfrage, wie sich das bislang auf Deutschland auswirkt, ließ Apple bislang unbeantwortet.

Nun gab es in dieser Woche erneut Unruhen. Videos in den sozialen Medien zeigten am Mittwoch laut Reuters hunderte Foxconn-Mitarbeiter, die Absperrungen niederrissen und mit Personen in Schutzanzügen aneinandergerieten. Polizisten mit Schlagstöcken und Plastik-Schutzschildern versuchten, die Menschen zurückzudrängen. Es kam zu Zusammenstößen. Zu sehen war auch, wie einige Arbeiter offenbar verletzt am Boden lagen.

Angepasste Strategie

Mittlerweile haben tausende Mitarbeitende die Fabrik verlassen. Foxconn stellte Mitarbeitern sogar höhere Löhne in Aussicht, wenn sie sich dafür entscheiden sollten, zurückzukehren. Doch so richtig erfolgreich war die Maßnahme bislang nicht. Und je weniger Menschen für Foxconn arbeiten, umso weniger iPhones werden hergestellt.

Auch deshalb hat Apple bereits an der Strategie gearbeitet: Weil die Kapazitäten begrenzt sind, werden vor allem stark nachgefragte Modelle produziert, zum Beispiel das iPhone 14 Pro. Hier schraubte Apple die Produktion von 50 auf 60 Prozent der Gesamtmenge hoch – auch, weil die Pro-Version hochmargiger ist. Das wenig beliebte iPhone 14 Plus, eine größere Version des iPhone 14, wird entsprechend weniger gefertigt, ist allerdings noch zu haben.

Generell gilt: Wer Weihnachten doch noch ein neues iPhone oder ein MacBook unter den Weihnachtsbaum legen möchte, sollte kostengünstigere Modelle im Blick halten. Zum Beispiel das Standard-iPhone-14 oder seinen Vorgänger, das iPhone 13. Die liefert Apple häufig schon am nächsten Tag.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Capital.de.

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