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Ölpreise geben weiter nach

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Schnelle Zinserhöhungen führen zu einem Nachfrage-Rückgang. Unklar ist nun, wie sich ein künftiges EU-Embargo auf die Preise auswirken wird.

Die Ölpreise sind am Freitag gesunken und haben an die Verluste der Vortage angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im Mittagshandel 89,21 US-Dollar. Das waren 57 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 37 Cent auf 81,27 Dollar.

Im Vergleich zum Vortag ging es mit den Ölpreisen aber nur leicht nach unten. Am Donnerstag war die Notierung für Rohöl aus der Nordsee stark gefallen und erstmals seit Oktober unter die Marke von 90 Dollar gerutscht. Ein starker Dollar, Rezessionsgefahren in den USA und steigende Corona-Fälle in China hatten die Ölpreise in der Spitze mehr als drei Dollar nach unten gedrückt.

Mehr als sieben Prozent Verlust

Die Ölpreise steuern auf die zweite Handelswoche in Folge mit Verlusten zu. Seit Beginn der Woche hat Brent-Öl mehr als sieben Prozent an Wert verloren. Generell belastet nach Einschätzung von Marktbeobachtern die Sorge, dass die schnellen Zinserhöhungen führender Notenbanken im Kampf gegen die hohe Inflation die Weltwirtschaft zu stark abwürgen könnte, was einen Rückgang der Nachfrage nach Rohöl zur Folge hätte.

Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank dürfte sich das Interesse der Investoren am Ölmarkt in den nächsten Wochen auf die Fördermenge des Ölverbunds Opec+ richten. „Es bleibt abzuwarten, wie stark die tägliche Förderung tatsächlich zurückgeht, nachdem offiziell eine Kürzung um zwei Millionen Barrel angekündigt wurde“, hieß es in einer Analyse. Zudem sei unklar, was das näherrückende EU-Embargo für die russische Ölförderung bedeute.

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