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Industrie befürchtet abrupte Stromabschaltungen

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Die Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Metalle warnt vor einer Überlastung des Stromnetzes – und sagt, was ihr zusätzlich Sorge bereitet.

In der energieintensiven Metall-Industrie wächst nach dem Wegfall der Verordnung über abschaltbare Lasten (AblaV) die Sorge vor abrupten Stromabschaltungen. „Die Stromversorgung ist unter Stress und ihre Stabilität zunehmend in Gefahr – besonders jetzt im Winter“, sagt Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Metalle der „Welt am Sonntag“.

„Dass die Verordnung über die Abschaltung industrieller Lasten ersatzlos ausgelaufen ist, bereitet unseren Mitgliedsunternehmen zunehmend Sorge.“ Ersatzweise können Netzbetreiber jetzt nur noch auf Basis des Energiewirtschaftgesetzes Stromabschaltungen vornehmen. Die aber können alle Stromverbraucher ohne Vorbereitung treffen.

Abschaltkaskade droht

Die Verordnung hat geregelt, dass Netzbetreiber Industrieunternehmen kurzfristig den Strom abschalten dürfen, um die Netzstabilität zu sichern. Sie ist im Juni ausgelaufen, nachdem die EU-Kommission eine Wettbewerbsverzerrung bemängelte.

Heinrich Nachtsheim, Referent für Energiepolitik im Verband der Chemischen Industrie (VCI), kritisierte in der „Welt“: „Mit der Abschaltverordnung ist das einzige Marktinstrument zum Abwurf industrieller Verbrauchslast weggefallen, das den Unternehmen eine gewisse Vorlaufzeit gewährt hatte, die Produktionsprozesse rechtzeitig auf den Wegfall der Stromzufuhr vorzubereiten.“

Er warnt: „Wenn die Regelungslücke nicht bald durch möglichst freiwillige Maßnahmen mit ausreichend Vorlaufzeitzeit geschlossen wird, droht in diesem Winter eine sehr abrupte Abschaltkaskade nach Paragraf 13.2 Energiewirtschaftsgesetz, wenn es im Netzbetrieb hart auf hart kommen sollte.“

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
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