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Ifo-Institut: Stimmung bei deutschen Exporteuren deutlich optimistischer

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Deutlich optimistischer schauen die deutschen Exporteure im November in die Zukunft. Das geht aus einer Umfrage des Ifo-Instituts hervor. Vor allem die Automobilindustrie rechnet mit Exportzuwächsen.

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich im November trotz globaler Rezessionssorgen merklich aufgehellt. Das entsprechende Barometer stieg auf plus 0,4 Punkte von minus 4,6 Zählern im Oktober, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 2300 Unternehmen mitteilte. Positive und negative Aussichten halten sich damit in etwa die Waage.

„Kleine Hoffnungsschimmer zeichnen sich für die deutsche Exportindustrie ab“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Entwicklung des Barometers, das nach dem zweiten Anstieg in Folge auf dem höchsten Stand seit Juni 2022 liegt.

Nach dem Dämpfer im Vormonat rechnet die Automobilindustrie nun wieder mit Exportzuwächsen. „Die Maschinenbauer und die Elektroindustrie erwarten hingegen kaum noch Impulse vom Auslandsgeschäft“, fügte Fuest hinzu. Sogar mit rückläufigen Umsätzen rechnen die Getränkehersteller, die Möbelindustrie sowie die Chemie. „Gerade für energieintensive Branchen ist das Exportumfeld gegenwärtig schwierig“, sagte Fuest mit Blick auf die hohen Kosten infolge der Energiekrise, die durch den russischen Einmarsch in die Ukraine ausgelöst wurde.

Rezession für ein Drittel der Weltwirtschaft erwartet

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat sich zuletzt pessimistisch zu den Aussichten für Export-Europameister Deutschland gezeigt. Er rechnet im kommenden Jahr mit einem Rückgang der Ausfuhren von zwei Prozent. Damit erlöse die deutsche Exportwirtschaft 2023 über 70 Milliarden Euro weniger im Ausland.

„Der Einbruch bei den Exporten ist da“, betonte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Schon in den zurückliegenden zehn Jahren seien die Ausfuhren nur noch um durchschnittlich 3,5 Prozent gewachsen, da Handelshemmnisse und Protektionismus in vielen Regionen der Welt zugenommen hätten.

Ein Drittel der Weltwirtschaft dürfte bis 2023 in eine Rezession abrutschen, sagt der Internationalen Währungsfonds (IWF) voraus. Das dämpft die weltweite Nachfrage nach Waren „Made in Germany“. Aber auch anhaltende Lieferkettenprobleme setzen vielen Unternehmen zu.

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