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Quoten bleiben für ARD und ZDF eine Enttäuschung

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Die WM in Katar kommt aus TV-Quoten-Sicht nicht in Fahrt. Der Auftakt der deutschen Nationalelf geriet zum Flop, auch am Freitag wurde es nicht besser.

Die umstrittene Fußballweltmeisterschaft in Katar läuft seit sechs Tagen. Das Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber und Ecuador stieß auf geringes Interesse. 6,21 Millionen Fans waren im Vergleich zum WM-Auftakt 2018 zwischen Russland und Saudi-Arabien fast vier Millionen weniger. Seitdem kommen die Quoten aus linearer TV-Sicht nicht über eine magische Hürde hinaus.

Die Hoffnung lag auf dem Start der deutschen Nationalmannschaft. Den Auftakt legten die DFB-Kicker um Hansi Flick am Mittwoch um 14 Uhr gegen Japan hin. Diesmal war Das Erste für die Übertragung verantwortlich. Und dort dürfte Ernüchterung geherrscht haben: Im Vergleich zur WM 2018 in Russland kamen weit über zehn Millionen Zuschauer abhanden.

In Katar waren es 9,23 Millionen Menschen, die um 14 Uhr Deutschland schauten, in Russland noch 25,97 Millionen, die damals um 17 Uhr einen Marktanteil von 81,6 Prozent brachten. Jetzt blieb die Quote knapp unter 60 Prozent.

Damit steht fest: Kein einziges der bisher ausgetragenen WM-Spiele in Katar kam auf mehr als zehn Millionen Zuschauer. Das änderte sich auch nicht durch das Primetime-Spiel England – USA am Freitagabend. Harry Kane und Co. sahen hierzulande nicht mal fünf Millionen Zuschauer beim Kicken zu. Hier die Zahlen im Überblick:

Die Einschaltquoten auf einen Blick

Freitag, 25. November im Ersten

  • 14 Uhr: Katar – Senegal (1:3) – 2,21 Millionen Zuschauer
  • 17 Uhr: Niederlande – Ecuador (1:1) – 3,87 Millionen Zuschauer
  • 20 Uhr: England – USA (0:0) – 4,85 Millionen Zuschauer

Donnerstag, 24. November im ZDF

  • 14 Uhr: Uruguay – Südkorea (0:0) – 2,27 Millionen Zuschauer
  • 17 Uhr: Portugal – Ghana (3:2) – 3,68 Millionen Zuschauer
  • 20 Uhr: Brasilien – Serbien (2:0) – 5,02 Millionen Zuschauer

Mittwoch, 23. November im Ersten

  • 14 Uhr: Deutschland – Japan (1:2) – 9,23 Millionen Zuschauer
  • 17 Uhr: Spanien – Costa Rica (7:0) – 3,89 Millionen Zuschauer
  • 20 Uhr: Belgien – Kanada (1:0) – 4,33 Millionen Zuschauer

Dienstag, 22. November im ZDF

  • 14 Uhr: Dänemark – Tunesien (0:0) – 2,7 Millionen Zuschauer
  • 17 Uhr: Mexiko – Polen (0:0) – 4,14 Millionen Zuschauer
  • 20 Uhr: Frankreich – Australien (4:1) – 4,96 Millionen Zuschauer

Montag, 21. November im ZDF

  • 14 Uhr: England – Iran (6:2) – 3,03 Millionen Zuschauer
  • 17 Uhr: Senegal – Niederlande (0:2) – 4,23 Millionen Zuschauer
  • 20 Uhr: USA – Wales (1:1) – 4,35 Millionen Zuschauer

Sonntag, 20. November im ZDF

  • 17 Uhr: Katar – Ecuador (0:2) – 6,21 Millionen Zuschauer

Ein weiterer Fokus auf die deutsche Nationalelf hilft, um die katastrophalen Zahlen einordnen zu können: Im Jahr 2006 lag die Partie zwischen Deutschland und Ecuador um 16 Uhr bei mehr als 80 Prozent, die Reichweite bei über 21 Millionen. 2002 wurde das Deutschlandspiel gegen Kamerun um 13.30 Uhr gezeigt. Ergebnis: 15,7 Millionen Zuschauer, 77 Prozent Marktanteil. 2010 erreichte ein Spiel gegen Serbien zur selben Zeit 22 Millionen Zuschauer und holte eine 87-Prozent-Quote. Den 4:0-Sieg gegen Portugal 2014 sahen 26,29 Millionen. Für einen 18-Uhr-Anstoß am Montag gab es dafür 81,7 Prozent Marktanteil.

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