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„Die patriarchale Vorstellung von Familie sollte verabschiedet werden“

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Was ist eigentlich Familie? Karoline Herfurth zeigt in ihrem neuen Film, wie Familie aussehen kann – fernab des klassischen Mutter-Vater-Kind(er)-Modells.

In ihrem neuen Film „Einfach mal was Schönes“, der ab 17. November im Kino zu sehen ist, stellt Karoline Herfurth unterschiedliche Familienformen dar. Von besten Freundinnen, die immer füreinander da sind, einem lesbischen Pärchen über die Patchworkfamilie bis hin zu der Frau, die entscheidet, ohne Partnerin oder Partner ein Kind zu bekommen: Protagonistin Karla – gespielt von Karoline Herfurth, die auch Regie führte.

Radiomoderatorin Karla ist 40 Jahre alt, Single und hat einen Kinderwunsch. Den will sie sich erfüllen. Komisch und wohl kaum machbar finden das ihre geschiedenen und zerstrittenen Eltern. Auch Karlas Schwestern sind skeptisch. Dann läuft ihr zufällig der 28-jährige Krankenpfleger Ole (Aaron Altaras) über den Weg, es funkt zwischen den beiden – eine Aktion von Karlas Mutter macht das Chaos perfekt.

Karoline Herfurth, Aaron Altaras und Milena Tscharntke besuchten die Redaktion von t-online und verrieten, wie sie persönlich Familie definieren.

Der 26 Jahre alte Altaras erzählte, dass er in einer „relativ klassischen Familie aufgewachsen“ sei, mit Bruder und Eltern. „Mit dem Älterwerden kam meine selbst ausgesuchte Familie dazu.“ Wie diese aussieht, erfahren Sie oben im Video.

Tscharntke spielt die jüngere, beruflich erfolgreiche Schwester von Karla, die gerade die Hochzeit mit ihrer Freundin plant. Die 26-Jährige ergänzte: „Für mich kann Familie alles sein. Familie kann eine beste Freundin sein. Es können zwei Frauen sein, es können eine Mutter und ein Kind sein, alles.“

„Ein Raum, in dem man sich sehr sicher fühlt“

Für Herfurth ist „Familie im Idealfall ein Raum, in dem man sich sehr sicher fühlt“. Dabei müsste aber jeder Mensch selbst und ganz individuell entscheiden, wie sich dieser Raum zusammensetzt. Doch die Schauspielerin erklärte: „Ich wünsche mir aber, dass es sehr viel einfacher wird, das individuell zu lösen und dass die patriarchale Vorstellung von Familie endlich verabschiedet wird – ganz besonders, was die Strukturen angeht.“ Die 38-Jährige stellte klar: „Die Vorstellung, dass die normale Kleinfamilie die Garantie für eine gute und sichere Familie ist, ist längst überholt. Es wäre schön, wenn wir endlich genauer auf individuelle Bedürfnisse schauen würden. Insbesondere, um den Schutz von Kindern zu verbessern.“

So findet auch Herfurth, dass der Begriff sehr dehnbar ist und etwa Nachbarn dazuzählen können. Die Schauspielerin und Regisseurin resümierte mit einer Stelle aus „Einfach mal was Schönes“: „Am Ende unseres Filmes sagt Jule zu Karla, dass sie glaubt, Kinder brauchen eine große Herde, deren Mitglieder sich gemeinsam die Aufgabe teilen. Ich finde, das Bild von der großen Herde ist das schönste Familienbild.“

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
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