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Router mit modernstem WLAN: Google Nest Wifi Pro gibt einfach Gas

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Der Google Nest Wifi Pro ist ein Router, der im jüngsten WLAN-Standard Wifi 6E funkt, was selbst bei vielen verbundenen Geräten sehr hohe und stabile Datenraten verspricht. Ntv.de hat ausprobiert, was so ein Gerät im Alltag tatsächlich kann.

Je vernetzter Haushalte werden, desto mehr Geräte suchen im heimischen WLAN Internetanschluss. Je größer ihre Anzahl wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie sich gegenseitig ausbremsen und die Datenraten in den Keller gehen. Für den neuen WLAN-Standard Wifi 6E wurde deshalb zusätzlich zu den 2,4- und 5-Gigahertz-Frequenzen der 6-Gigahertz-Bereich als breite Überholspur auf kurze Distanzen eingeführt. Einer der ersten Router mit dieser Technik ist der Google Nest Wifi Pro, der rund 220 Euro kostet. Ntv.de hat ihn ausprobiert.

Schicker Drops

Das Gerät sieht wie ein großer, glänzender Pfefferminzdrops aus, womit es sich angenehm vom technischen Design der meisten anderen Router unterscheidet. Das ist gut so, denn damit fällt es leichter, ihn zentral zu platzieren, statt ihn in einer Ecke zu verstecken. Nur so kann er seinen 6-Gigahertz-Vorteil ausspielen, da im WLAN die Reichweite mit der Höhe der Frequenz sinkt.

Mehr muss man eigentlich nicht wissen, um den Nest Wifi Pro bestmöglich zu platzieren. Allerdings bleibt man dabei abhängig vom Standort des Internetmodems, an das der Router mit einem 1,50 Meter langem LAN-Kabel angeschlossen wird.

Unkompliziert und leicht zu bedienen

Wie bei Google-Geräten üblich ist auch der Nest Wifi Pro im Handumdrehen über die Google-Home-App eingerichtet: Man verbindet ihn mit Steckdose und Router, scannt einen QR-Code an seiner Unterseite und folgt der einfachen Anleitung. Die App ist ansonsten eher spartanisch ausgestattet. Unter anderem kann man ein „Familien-WLAN“ mit Auszeiten für Kinder einrichten, unerwünschte Websites blockieren oder ein Gast-Netzwerk erstellen. Außerdem ist es möglich, Videokonferenzen oder Spielen im WLAN-Netz Vorrang zu gewähren.

Eine wesentlich höhere Hürde ist es, einen Client zu finden, der ebenfalls schon mit Wifi 6E funkt. Die jüngsten iPhones beispielsweise beherrschen den neuen Standard nicht. Um die möglichen Datenraten zu ermitteln, kamen im Test ein Google Pixel 7 Pro und ein Microsoft Surface Laptop 5 zum Einsatz.

Bis zu 1200 Mbit/s

Einen Meter vom Router entfernt zeigte das Notebook für Empfang und Übertragung jeweils 1201 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) an, das Smartphone ermittelte 1200 Mbit/s, bei Down- und Upstream. Das ist sehr rasant, allerdings kommen beide Geräte auf diese Distanz bei der im Test-Haushalt üblicherweise verwendeten Fritzbox Cable 6690 auf die doppelten Werte. Der AVM-Router beherrscht nur Wifi 6 ohne 6-Gigahertz-Bereich, hat aber unter anderem eine bessere Antennenausstattung als der Google Nest Wifi Pro.

In 15 Meter Entfernung hielten Pixel 7 Pro und Router nur noch mit 2,4 Gigahertz (GHz) die Verbindung, die Datenraten sanken auf 103 und 51 Mbit/s. Das Surface Laptop 5 blieb im 5-GHz-Bereich und kam auf 360 und 288 Mbit/s. Mit der Fritzbox schaffte es auch das Smartphone mit 5 GHz zu funken, kam aber auch nur auf 108 und 72 Mbit/s. Das Notebook erreichte bei 5 GHz 288 und 144 Mbit/s.

Auch wenn der AVM-Router leistungsstärker ist, sind die Geschwindigkeiten des Nest Wifi Pro sehr gut. Außerdem sind seine Datenraten auch bei schwachen Verbindungen stabil. Zentral platziert kann er vermutlich wie von Google angegeben bis zu 120 Quadratmeter abdecken. Ansonsten benötigt man ein zweites Gerät, wodurch die Kosten auf 330 Euro anwachsen. Mit Googles älteren Wifi-Lösungen ist der neue Router nicht kompatibel.

Für die smarte Zukunft gemacht

Die Anschaffung lohnt sich vor allem, wenn man künftig ein vernetztes Zuhause mit vielen modernen Geräten haben und einfach steuern möchte. Der Router beherrscht nämlich den neuen plattformübergreifenden Smart-Home-Standard Matter und kann kompatible Geräte steuern.

Dafür hat er auch einen sogenannten Thread-Border-Router integriert. Das ist die Voraussetzung, um ein Thread-Netzwerk, in dem Geräte wie smarte Steckdosen, Lichter, Sensoren et cetera unabhängig von einer Zentrale miteinander kommunizieren, mit dem WLAN-Netz zu verbinden.

Das ist allerdings weitgehend noch Zukunftsmusik, die Zahl entsprechender Geräte ist noch sehr klein. Wer aber vorausschauend plant und ohnehin einen leistungsschwachen Router austauschen möchte, ist mit einem Google Nest Wifi Pro auf unkomplizierte Weise gut bedient.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
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