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Ohren-Kino mit Dolby Atmos: Sennheiser Ambeo Soundbar Plus füllt den Raum

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Die Sennheiser Ambeo Soundbar Plus ist in seiner Größenklasse einer der besten Lautsprecher-Riegel, den man unter einen Fernseher stellen kann. Sie liefert in jeder Disziplin einen ausgezeichneten Ton, zaubert mit Dolby Atmos einen respektablen virtuellen Raumklang und ist sehr vielseitig.

Vor drei Jahren stellte Sennheiser die mächtige Ambeo Soundbar Max vor, die ein Traum für Heimkino-Enthusiasten, aber mit einem Preis von 2500 Euro auch extrem teuer war. Jetzt hat der Luxus-Lautsprecher-Riegel mit der Ambeo Soundbar Plus einen kompakteren und 1000 Euro günstigeren Nachfolger erhalten. Im Praxistest überzeugt der Neuling mit einem herausragend guten Klang bei Filmen, Serien, Spielen und Musik. Außerdem erzeugt die Soundbar mit Dolby Atmos einen erstaunlich guten virtuellen Raumklang und ist mit einer umfassenden Ausstattung sehr vielseitig einsetzbar.

Mit den Maßen 105,1 x 7,7 x 12,1 Zentimeter passt die Ambeo Soundbar Plus perfekt unter einen 50-Zoll-Fernseher. In dem schlanken Gehäuse sind insgesamt sieben Lautsprecher untergebracht, fünf 2-Zoll-Breitband-Töner und zwei 4-Zoll-Tieftöner. Damit soll die Soundbar laut Hersteller ein komplettes 7.4.1-Heimkinosystem darstellen.

Möglich macht das Sennheisers Ambeo-Technik, die einen virtuellen Raumklang erzeugt. Bieten Filme oder Serien Dolby Atmos, geht das so weit, dass man im Idealfall einen dreidimensionalen Sound erleben kann, als wären im Zimmer echte Satelliten-Lautsprecher verteilt.

Viele Anschlussmöglichkeiten

Die Anschlussmöglichkeiten der Soundbar lassen keine Wünsche offen. Neben dem TV-HDMI-Anschluss (eARC) gibt es zwei weitere HDMI-Buchsen, einen optischen Eingang, einen USB-Anschluss, AUX-Buchsen und die Möglichkeit, einen externen Subwoofer per Kabel anzuschließen. Dazu findet man einen LAN-Anschluss, falls kein WLAN zur Verfügung steht. Externe Geräte können sich auch über Bluetooth verbinden, die Ambeo Soundbar Plus ist kompatibel mit Apple AirPlay 2, Spotify Connect, TIDAL Connect und Google Chromecast.

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Für die Steuerung liefert Sennheiser eine vollwertige Fernbedienung mit, die Soundbar lässt sich aber auch über die Touch-Flächen ihrer Oberseite oder die zugehörige App steuern. Und wer möchte, kann zusätzlich die digitalen Assistenten von Google oder Amazon für eine Sprachsteuerung aktivieren.

Virtueller Raumklang

Um einen optimalen Raumklang zu gewähren, platziert die Soundbar die Boxen virtuell im Raum, wofür es dessen Akustik kennen muss. Deswegen führt man am besten erstmal eine Kalibrierung durch, nachdem man sie angeschlossen hat. Dabei vermisst die Soundbar ihre Umgebung, indem sie verschiedene Klänge ausstrahlt und die über integrierte Mikrofone empfangenen Reflexionen auswertet.

Für den Test kamen eine Xbox Series X und das jüngste Apple TV 4K zum Einsatz, die beide Dolby-Atmos-fähig sind. Da dies der verbundene Fernseher nicht kann, wurde der Ton der Geräte mit einem HDMI-Switch (Feintech VAX04101) direkt zur Soundbar geleitet. Die beiden HDMI-Anschlüsse sind keine Alternative, da ihr Standard 2.0 nicht mit Dolby Atmos kompatibel ist.

Hervorragender Sound

Der Klang der Ambeo Soundbar Plus ist tatsächlich großes Ohren-Kino. Er ist äußerst klar und sehr definiert, wie man es auch von Sennheisers Top-Kopfhörern kennt. Nichts vermatscht, selbst bei hohen Lautstärken scheinen Interferenzen nicht zu existieren. Stimmen sind klar und deutlich, jedes Detail ist zu hören und wird in einem großem Raum verteilt, vor allem wenn Ambeo aktiviert ist. Auch die Bässe sind für eine Soundbar sehr kräftig, um richtig in die Tiefe zu gehen, ist trotzdem ein zusätzlicher externer Subwoofer zu empfehlen.

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Im Test war Sennheisers ebenfalls neuer Ambeo Sub für die Bässe zuständig. Er ist eine perfekte Ergänzung, denn er sorgt nicht für einen mächtigen Rumms, sondern arbeitet kontrolliert und dosiert. Das heißt, wenn Action angesagt ist, lässt er es krachen, ohne zu scheppern. In leiseren Szenen nimmt man ihn vor dem Fernseher kaum war, obwohl seine ganz tiefen Frequenzen sehr präsent sind. Leider sind für den Sub rund 700 Euro extra fällig.

Erstaunlich ist die Vielfältigkeit der Soundbar, die nicht nur bei Spielen, Filmen und Serien ausgezeichnet klingt, sondern auch problemlos die Stereoanlage im Wohnzimmer ersetzen kann. Welche jeweils die besten Einstellungen sind, ermittelt die Soundbar normalerweise selbständig sehr gut. Man kann aber zusätzlich in der App oder per Fernbedienung Film, Nachrichten, Sport, Musik oder eine neutrale Wiedergabe auswählen. Ebenso ist es möglich, zusätzlich Sprache hervorzuheben oder im Nachtmodus Bässe zu reduzieren.

Für Dolby Atmos muss alles passen

Bei Spielen, Filmen oder Serien mit Dolby Atmos erzeugt die Soundbar tatsächlich einen Surround-Sound. Dafür muss der Fernseher allerdings entsprechend platziert werden und dem Schall möglichst wenig Hindernisse im Weg sein. Ein Standort in der Ecke unter einem Schrägdach wie im Test-Zimmer lässt das virtuelle 7.4.1-System nur erahnen.

Erst als nach einem vorübergehenden Umbau – der Fernseher hat zum Glück eine Plattform mit Rollen – rauschte ein Wasserfall durchs Zimmer, hörte man das Verfolger-Auto hinter sich oder flogen Trümmer von Explosionen am Kopf vorbei. Auch unter idealen Bedingen kann die Soundbar zwar kein echtes Surround-System ersetzen, kommt aber ziemlich nah ran.

Alles in allem ist die Sennheiser Ambeo Soundbar Plus eine der aktuell besten Soundbars, die man kaufen kann – speziell, wenn man eine kompakte Lösung für Raumklang sucht. Allerdings ist sie sehr teuer und man sollte vor dem Kauf gut überlegen, ob Fernseher, Zuspieler und Räumlichkeit die Voraussetzungen haben, um alle Möglichkeiten der vielseitigen Soundbar nutzen zu können.

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