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Google Pixel 7, Pixel Watch: Smartphone, Kopfhörer, Smartwatch im Test

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Der Internetriese Google hat lange gefremdelt mit der Rolle als Smartphone-Bauer. Bei seiner Pixel-Smartphone-Reihe hat Googles Hardware-Team immer wieder den Neustart mit Technikexperimenten gewagt, am deutlichsten beim Pixel 4-Modell von 2019 mit seinem Nahbereichs-Radarsensor und der Gesichtserkennung und beim Pixel 6 aus dem vergangenen Jahr mit einem radikal neuen Design mit Kamerabalken.

Jetzt aber, mit dem neuen Pixel 7, scheint Google endlich eine Linie gefunden zu haben. Die Anfang Oktober neu vorgestellten Geräte sind in vielerlei Hinsicht eine Iteration des Vorjahres – vieles ist besser geworden, aber nichts wirklich neu, mit Ausnahme der Kameras im Edelmodell Pixel 7 Pro.

Wirklich neu in diesem Modell-Jahr ist, dass Google erstmals ein echtes Ökosystem anbietet: Neben den Telefonen hatte Google im Sommer auch die Pixel-Buds-Pro-Ohrstecker auf den Markt gebracht – und parallel zu den neuen Telefonen liefert Google seine neue Pixel Watch aus.

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Alle Geräte zusammen bieten endlich das, was Apple bereits seit Jahren liefert: Einheitlich designte und einheitlich in der Software zusammenarbeitende Geräte mit einem stimmigen gemeinsamen Betriebssystem. Bei Telefon und Kopfhörern klappt das auch ganz prima, nur bei der neuen Uhr hakt es leider an mancher Stelle noch – doch davon später mehr.

Das Pixel 7 Pro ist wie bereits der Vorgänger uneingeschränkt sehr empfehlenswert – vielleicht das beste Smartphone, was aktuell auf dem Betriebssystem Android läuft. Google setzt wie Apple auf komplett eigene Hardware, insbesondere der neue Tensor G2-Chip im Herzen des Geräts birgt einige Besonderheiten.

Denn das Pixel 7 ist ein Smartphone, dass komplett von Googles Entwicklungsarbeit im Bereich künstliche Intelligenz geprägt ist – und der G2-Chip ist darauf optimiert. In klassischen Leistungstests ist er zwar deutlich langsamer als Apples aktueller A14-Chip, und auch den Konkurrenzmodellen von Qualcomm und Samsung muss er sich geschlagen geben.

Erstaunlich lange Akku-Ausdauer

Im Alltagseinsatz jedoch ist davon nichts zu merken. Stattdessen fällt auf, dass der Chip zulasten der Spitzenleistung, die ohnehin nur für wenige Online-Spiele wirklich relevant ist, erstaunlich sparsam mit dem Akku umgeht.

Das Pixel 7 Pro funktioniert im Test locker einen Tag und den Morgen danach mit einer Akkuladung, erst dann muss es ans Ladegerät. Dort lädt es zwar zügig, aber nicht so schnell wie die Konkurrenz, benötigt gut 30 Minuten für 50 Prozent Akkuladung und fast zwei Stunden um von ganz leer auf ganz vollzuladen.

Die neue Google-Software Android 13 mutet an wie aus einem Guss designt, zurückhaltend elegant. Und überall wirkt die künstliche Intelligenz (KI) mit: bei der Spracherkennung, bei den Übersetzungsfunktionen, bei der Bildersuche Google Lens oder beim smarten Helfer Google Assistant.

Kamera übertrifft praktisch die gesamte Konkurrenz

Vor allem aber hilft die KI bei der Kamera: Bei der Hardware-Kameraausstattung hat Google gegenüber dem Pixel 6 nur wenig verändert, der Sensor der Zoom-Kamera ist sogar kleiner geworden. Dafür aber hat Google die Software verändert und diverse Algorithmen künstlicher Intelligenz ins Spiel gebracht.

Das Ergebnis verblüfft: Bei wenig Licht übertreffen die Fotos vom 50-Megapixel-Sensor des Pixel 7 Pro alle dem Autor bekannten Telefone, selbst das aktuelle iPhone. Die Farbwiedergabe und der Ausgleich von Unschärfe ist wirklich gut, ohne dass die Fotos unnatürlich wirken. Dabei arbeitet der G2-Chip unter Vollast – und zeigt, wie weit die Computerfotografie gekommen ist.

Die Art und Weise, wie das Pixel Motive verfolgen, Hauttöne genau wiedergeben und Licht und Schatten in HDR-Fotos ausgleichen kann, ist so nur mit Hochleistungschips möglich. Darin übertrifft das Smartphone auch relativ teure Digital-Kameras locker.

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Auch bei der neuen Zoom-Funktion setzen Googles Programmierer auf die künstliche Intelligenz, kombinieren mehrere Bilder, die das Telefon gleichzeitig aus verschiedenen Kameras aufnimmt. Das Ergebnis ist ein Zoom, der in etwa bis zur zehnfachen Vergrößerung gute Bilder liefert, der 30-fach-Zoom dagegen ist mehr Gimmick als echtes Feature.

Der neue Bildschirm des Pixel 7 Pro ist deutlich heller und wirkt im direkten Vergleich schärfer als der des Pixel 6 Pro. Er kann zudem die Bildwiederholrate anpassen, um Akku zu sparen: Für Spiele oder schnelle Animationen zeigt das Gerät butterweiche 120 Bilder pro Sekunde. Wenn gerade nichts los ist, wird die Wiederholrate gesenkt, um Akku zu sparen. Davon bekommt der Nutzer nichts mit.

Bleibt noch die Anmutung der Edel-Geräte: Die Glasgehäuse wirken stimmig, der Kamerabalken ist sinnvoll und erlaubt es, die Smartphones ohne Kippen abzulegen. Doch insbesondere das Pro-Gerät mit seinen polierten Metallteilen ist im Test sehr kratzempfindlich. Eine Schutzhülle wird empfohlen.

Im Zusammenspiel mit Kopfhörern und Uhr zeigt sich, das Apple in mancher Hinsicht immer noch einen Schritt voraus ist: Die Bedienung ist manchmal etwas hakelig. Die Spracherkennung auf Zuruf per Kopfhörer mit „Hey Google“ klappt im Test vorwiegend in lauten Umgebungen nicht so nahtlos wie erhofft, hier müsste Google noch einmal nachlegen.

Die Kopfhörer Pixel Buds Pro werden aktuell häufig im Bundle mit dem Telefon verkauft und lohnen sich dennoch sehr. Der Klang und hauptsächlich die Noise-Canceling-Funktion sind ausgezeichnet, besser als bei Apple.

Schwächen bei der Pixel Watch

Weniger überzeugen kann die Pixel Watch im Test. Das neue Betriebssystem Wear OS 3 ist zwar gut designt, aber an einigen Stellen schwierig zu bedienen. Das liegt auch am relativ kleinen runden Bildschirm der Pixel Watch. Für Zifferblätter reicht es vollkommen aus, doch zum Lesen von Benachrichtigungen, Musiksteuerung oder gar Kartennavigation ist es zu klein.

Die Bedienung per Drehkrone klappt gut, der Zusatzknopf an der Seite jedoch ist schwierig zu drücken und nicht sinnvoll mit Funktionen belegt. Vieles muss per Touch auf dem Mini-Display gefummelt werden, und Googles Sprachsteuerung Assistant reagiert ein wenig schwerhörig.

Vor allem aber ist die Integration der wichtigen Fitness-Funktionen der Uhr ins Betriebssystem auf dem Telefon nicht gut gelöst. Denn Google hat bei Android zwar die eigene Fitness-App „Fit“ integriert, aber die Uhr liefert ihre Daten nur an die ebenfalls zu Google gehörende Fitbit-App ab, für die der Nutzer ein eigenes Nutzerkonto anlegen muss.

Im Test nervt sie zudem mit Werbung für kostenpflichtige Premiumfunktionen und liefert völlig unrealistische Kalorienverbrauchsdaten ab. Sie widerspricht darin etwa beim Joggen den Daten der Google-Fit-App. Uhr und Telefon messen verschieden. Da muss Google noch mal nachbessern. Bei den Telefonen hat der Konzern bereits mehr Routine, das merken Nutzer von Smartphone und Uhr recht schnell.

Günstiger als Apple

Die Listenpreise von Pixel 7 Pro, Google Watch und Pixel Buds Pro addieren sich auf gut 1500 Euro – davon 899 Euro für das Pixel 7 Pro mit 128 GB Speicher, 429 Euro für die Pixel Watch LTE und 219 Euro für die Pixel Buds Pro.

Klar, Apple ist teurer, aber Google kann bislang nicht den Prestige-Bonus einpreisen, den Apple als Marke mitbringt. Deswegen erscheint insbesondere die Uhr gut 100 Euro zu teuer.

Doch anders als bei Apple weiß auch der Handel, dass ohne Rabatte wenig geht und so gibt es für die Geräte zum Start aktuell viele Kombinationsangebote. Speziell die Kombination von Pixel 7 Pro und Kopfhörern wird ausdrücklich empfohlen – bei der Uhr dagegen muss Google mindestens per Software noch nachlegen.

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