Neueste Nachrichten und Updates

God of War: Ragnarök – Test: Eine epische Reise, getränkt in Blut und Schweiß

0 17

Die Aufgabe, den Nachfolger für eines der besten Spiele der vergangenen 20 Jahre zu entwickeln, ist nicht gerade die dankbarste. Im Jahr 2018 startete Sony die ohnehin legendäre „God of War“-Reihe neu, und wie. Die epische Reise von Kratos und dessen Sohn Atreus gilt zu Recht als eine der besten erzählten Geschichten der Videospielgeschichte, die gleichzeitig auch noch in ein für damalige Verhältnisse fast perfektes technisches Gerüst verpackt wurde. Mit „God of War: Ragnarök“ startet nun der Nachfolger auf der Playstation 5. Es bleibt episch, und wird technisch noch beeindruckender.

„God of War: Ragnarök“ ist ein Sequel, dass man tatsächlich eher dann genießen kann, wenn man den Vorgänger gespielt hat. Zwar werden die Geschehnisse in einem Filmchen zu Beginn zusammengefasst, doch reicht das eher als Gedächtnisstütze für die, die Teil eins bereits erlebt haben. „Ragnarök“ startet ein paar Jahre nach dem Ende des Vorgängers, in dem Kratos und Atreus am Ende ihrer Reise mehr oder weniger aus Versehen das apokalyptische Ragnarök ausgelöst haben, den Untergang der Welt. Ups. In der Zwischenzeit ist Atreus vom Kind zum Teenager herangewachsen, kampferprobter und weiter ausgebildet von seinem Vater.

Kratos spürt seine letzten Jahre anbrechen und möchte seinen Sohn so gut wie möglich auf die Zeit ohne ihn vorbereiten. Er hätte auch kein Problem damit, weiter im verschneiten Midgard Däumchen zu drehen, doch nach einem Auftaktkampf, der einen bereits auf den nicht zu verachtenden Schwierigkeitsgrad vorbereitet, müssen Kratos und Atreus ausziehen, um einen verschwundenen nordischen God zu finden.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus YouTube

Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine widerrufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an“ stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u.a. die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du . Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Schalter und über Privatsphäre am Seitenende widerrufen.

Die Kämpfe in „God of War: Ragnarök“ sind brutal, aber wunderschön anzusehen. Wenn ein Riesenkrokodil mit einem Axtwurf attackiert wird, um die Waffe dann wieder durch Magie in Kratos‘ Hand landen zu lassen, oder Gegner mit Feuerattacken wegzuschleudern – die Kämpfe sind so abwechslungsreich, dass sie über die Dauer trotz der hohen Anzahl nicht langweilen oder sich nach Wiederholung anfühlen. Das liegt auch an der Vielzahl an verschiedenen Gegnern in den neun zu besuchenden Gebieten: Drachen, untote Soldaten, Oger – da ist für jeden was dabei.

Immer wieder bringt die Spieler eine Wendung aus dem Konzept

Teil 1 aus dem Jahr 2018 war technisch eine Revolution. „Ragnarök“ hat naturgemäß die neuere Hardware und damit die besseren Voraussetzungen, dennoch ist es im Vergleich zum Vorgänger eher eine Evolution. Die ersten zehn Spielstunden kommen zäher daher als der Rest und sind linearer gestaltet als die folgende Zeit. Das Kampfsystem öffnet sich erst nach und nach, neue Techniken müssen erst gelernt werden. So ist „Ragnarök“ am Ende ausgefeilter, zu Beginn fühlt es sich aber noch sehr an wie der Vorgänger. Die Rätsel erinnern von der Machart und dem Niveau ebenfalls stark an den Vorgänger. Bei manchen muss man zwar schon viel überlegen, sehr lange aufgehalten wird man aber dennoch selten.

Auch wenn „Ragnarök“ nicht ganz so stringent erzählt ist wie der Vorgänger, reißt es einen dennoch enorm mit. Die Story spielt mit Erwartungen, immer wieder bringt einen eine Wendung aus dem Konzept. Es ist eine große Geschichte über Prophezeiungen, Schicksal, und wie viel man selbst wirklich in der Hand hat. Der große Kern bleibt aber die Beziehung zwischen Kratos und Atreus, selbst die große nordische Saga drumherum bildet dafür eher einen Rahmen.

Legendäre Helden wie Thor und Odin geben sich ein Stelldichein, erinnern dabei aber wohltuend überhaupt nicht an Charaktere aus dem Marvel-Universum. Circa 30 Stunden fesselt „God of War: Ragnarök“ an die Playstation, allein um die Hauptquest und ein paar Nebenaufgaben zu erfüllen. Wer sich länger in der mit vielen Details gestalteten Welt umschauen und weitere Nebenquests erfüllen will, kann locker weitere 20 Stunden einplanen. Es ist kein Open-World-Spiel, das Leveldesign lässt es aber manchmal so erscheinen. Viele der neun Gebiete sind riesig, teilweise öffnen sich neue Abschnitte erst, nachdem eine bestimmte Waffe gefunden wurde. Wer den vorgegebenen Weg verlässt, wird meist sehr positiv überrascht.

Eher kein Spiel für die Playstation 4

Im Idealfall spielt man es auf einer Playstation 5, um das volle technische Potenzial auszureizen. Das Spiel erscheint auch für die Playstation 4, und läuft auch auf der alten Konsole. Dafür werden deren Lüfter so laut, dass sie wie ein startendes Flugzeug klingen und man Angst um die betagte Hardware bekommt.

Die Dialoge des Spiels sind so pointiert geschrieben, dass sowohl die tief traurigen als auch die zum Aufschreien witzigen Momente Blockbuster-Gefühle wecken. Die englische Sprachausgabe ist überragend und steht Hollywood-Produktionen tatsächlich in nichts nach.

„God of War: Ragnarök“ ist die erhoffte Sensation und ein weiterer Meilenstein für storybasierte Single-Player-Spiele. Sein einziger Nachteil ist, dass es bereits einen sensationellen Vorgänger hat, der durch seine Überraschungsmomente länger in Erinnerung bleiben dürfte. Dennoch baut „Ragnarök“ die Stärken so konsequent aus, dass es ein Verlust wäre, dieses Spiel nicht erlebt zu haben.

„God of War: Ragnarök“
Plattform: Playstation 5 und Playstation 4
Veröffentlichungsdatum: 9. November 2022

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie dies wünschen. Annehmen Weiterlesen

Datenschutz- und Cookie-Richtlinie