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Apple TV 4K 2022 im Test: So gut ist die neue Streaming-Box

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Mit Blick auf seine Fähigkeiten ist so ein Apple TV 4K ziemlich unscheinbar. Die Box bietet Zugang zu TV- und Musikstreaming, Apps, Spielen und Fitnessangeboten. Und sie kann das Smarthome steuern.

Das alles steckt in einer kleinen Box zum Anschluss an den Fernseher, die in der dritten Generation nun auch noch um ein Fünftel kleiner ausfällt. Zeit für einen genauen Blick.

Schwarze Box, 64 Gigabyte (GB) Speicher für Apps, Anschlüsse für Strom und HDMI, 169 Euro. Dazu eine elegante Alu-Fernbedienung – in der dritten Generation jetzt mit USB-C-Stecker zum Laden. Für 20 Euro mehr gibt es 128 Gigabyte und einen LAN-Anschluss. Kantenlänge und Höhe und damit das Volumen sind um 20 Prozent geringer als beim Vorgänger, auch die Luftschlitze sind verschwunden.

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Das Apple TV 4K ist das Portal zu Apples digitalen Services: Apple Music, Apple TV+, Apple Arcade, Fitness+, Smarthome. Dazu gibt es über den App Store diverse Apps von TV-Mediatheken (Öffentliche und Privatsender sowie andere Streamingdienste) und Live-TV sowie etliche weitere Angebote.

A15 Bionic statt A12 Bionic heißt es im Inneren des neuen Apple TV. Den Unterschied zwischen beiden Chips merkt man sofort. Die Box startet schneller, Siri reagiert flinker, Suchergebnisse und Apps kommen rascher auf den Schirm. Mit dem A15 bleibt das Apple TV 4K auch eine zeitgemäße Spielekonsole. Dazu gibt es WLAN 6, was aber nur Eigentümer entsprechend ausgerüsteter Router merken.

Neu ist auch die Unterstützung für Video mit hohem Kontrast- und Farbumfang nach HDR10+ – Nutzer von Samsung TV-Geräten dürfte es freuen. Im Laufe des Jahres will Apple auch noch ein Update für QMS_VRR nachliefern. Dahinter verbirgt sich der reibungslose Wechsel zwischen Inhalten mit unterschiedlichen Bildraten. Soll heißen: Keine schwarzen Bildschirme mehr beim Wechsel – sofern der Fernseher das kann.

Worin unterscheiden sich die neuen Apple TVs?

Kurz gesagt: Eines kann alles, das andere noch etwas mehr. Im Grundgerät mit 64 GB steckt alles drin, was der Vorgänger auch konnte – nur der LAN-Port wurde gestrichen. Die Variante mit 128 GB Speicher und LAN-Port kann weiter per Kabel ins Netzwerk integriert werden – praktisch für schwachen WLAN-Empfang oder für Vielstreamer, die aufs Kabel schwören. Außerdem unterstützt die LAN-Variante auch Smarthome-Geräte mit Thread-Technologie und dem Matter-Standard.

Die wahre Innovation der dritten Apple TV-Generation liegt beim Stromverbrauch. Der A15-Chip hat eine geringere Wärmeentwicklung als der A12 im Vorgängermodell und braucht daher keinen Lüfter. Auch der Stromverbrauch ist um rund ein Drittel zurückgegangen.

Für das Streamen eines 4K-Films braucht die dritte Generation knapp 2,3 Watt Strom, mit HDR sind es 2,46 Watt. Messungen an der Steckdose belegen das. Der Vorgänger braucht 3,25 respektive 3,52 Watt. Das ist in keinem der Fälle ein hoher Posten auf der Stromrechnung, aber: Weniger Verbrauch ist immer gut.

Was kostet das neue Apple TV?

Mit einem Preis von 169 Euro für die Einstiegsversion mit 64 GB Speicher und 189 Euro für 128 GB Speicher und LAN-Anschluss ist die dritte Generation knapp 30 Euro günstiger als die Vorgängergeräte – bei doppelter Speichergröße. Allerdings hat Apple auch kürzlich angekündigt, die Abo-Preise anzuheben.

Das Familienpaket für Apple One mit Zugang zu Apple Music, Apple TV+, Apple Arcade, iCloud+ und Apple Fitness+ etwa kostet bald 22,95 Euro statt 19,95 Euro. Apple TV+ kostet einzeln 6,99 Euro (statt 4,99 Euro) und für Apple Music werden nun 10,99 Euro (statt 9,99 Euro) für Einzelpersonen und 16,99 Euro (statt 14,99 Euro) für Familien fällig.

Wer braucht das neue Apple TV?

Sie haben ein iPhone und einen Fernseher und sind in Apples Services investiert? Dann gibt es eigentlich keine naheliegendere TV-Box als ein Apple TV 4K. Sind dann auch noch neuere Smarthome-Geräte mit Thread-Technologie im Spiel ohnehin.

Will man allerdings nur streamen, muss es nicht die neueste Generation des Apple TV 4K sein. Die zweite Generation ist dafür noch allemal flott genug und sogar die erste Ausgabe des 4K muss sich nicht verstecken. Wer bereits ein 4K hat, muss nicht unbedingt sofort wechseln.

Steht eine Neuanschaffung an, ist die dritte Generation allerdings konkurrenzlos, weil günstiger, kleiner und weniger stromhungrig als die Vorgänger. Wer keine Smarthome-Geräte hat und nur WLAN nutzt, kann auch beruhigt zur kleineren Version greifen.

Die 64 GB Speicher dürften für die meisten ausreichen. Und wenn es nicht ein Apple TV 4K sein muss, gibt es da draußen auch diverse Varianten von Fire TV, Roku, Nvidia Shield oder Google Chromecast – allerdings ohne den vollen Zugang zu Apple-Services.

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