Neueste Nachrichten und Updates

WM 2022: Presse zu Deutschland-Spanien-Spiel – „Füllkrug, der Killer mit der Zahnlücke“

0 9

Der Joker hat gestochen. Niclas Füllkrug hat Deutschland vor einem zweiten WM-Tiefschlag bewahrt. Durch das späte Tor des Bremers in der 83. Minute bestand die DFB-Elf den Charaktertest gegen den großen Angstgegner Spanien gerade noch so. Mit vereinten Kräften rang die deutsche Nationalmannschaft ihrem Schreckgespenst nach dem Gegentor von Álvaro Morata (61.) ein 1:1 (0:0) ab.

Doch das Zittern ist für Hansi Flick längst nicht vorbei. Nach dem hart erarbeiteten Remis muss für den Einzug ins Achtelfinale am Donnerstag gegen Costa Rica nun aber unbedingt der erste Sieg in Katar her. Sonst wird der peinliche zweite WM-K.o. in der Gruppenphase für den vierfachen Champion doch noch bittere Realität. WELT hat die Pressestimmen zu dem Schlagabtausch zusammen gestellt.

„Blick“ (Schweiz): „Joker Füllkrug bewahrt DFB-Elf vor nächstem Dämpfer. Der Beste: Na wenn einer so reinkommt, Deutschland in einer äußerst heiklen Situation, 0:1 hinten, und dann vor dem Tor so dezidiert und eiskalt bleibt, verdient er diese Auszeichnung gewiss: Niclas Füllkrug!“

„Krone“ (Österreich): „WM-Chance lebt. Füllkrug rettet Deutschland Punkt gegen Spanien“

„The Sun“ (England): „Superjoker Füllkrug hält Deutschlands WM-Hoffnungen am Leben. An einem Abend, an dem wir erwartet hatten, den Deutschen zum „Auf Wiedersehen“ zu winken, haben sie einfach ihre uralte Widerstandsfähigkeit gezeigt.“

„Daily Mirror“ (England): „Deutschlands WM-Hoffnungen hängen trotz des beherzten Unentschiedens am seidenen Faden.“

„The Guardian“ (England): „Es stellt sich heraus, dass Deutschland doch noch eine Nummer 9 hat. Ihr Name ist Niclas Füllkrug, er ist 29, seine internationale Karriere dauert weniger als einen Monat. Und als es am meisten zählte, war er zur Stelle.“

„The Times“ (England): „Niclas Füllkrug, der Killer mit der Zahnlücke, holt Deutschland aus einem tiefen Loch in Katar.“

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Twitter

Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine widerrufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an“ stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u.a. die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du . Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Schalter und über Privatsphäre am Seitenende widerrufen.

„AD“ (Niederlande): „Komplette Spannung in der Gruppe E nach spektakulärem Unentschieden zwischen Spanien und Deutschland: Deutschland bibbert und betet, aber ist nach dem 1:1 gegen Spanien immer noch nicht ausgeschieden. Ein Punkt aus zwei Spielen, aber es kann noch klappen. Füllkrug gab Deutschland mit seinem Treffer auf jeden Fall die Farbe auf die Wangen zurück. Letzter in der Gruppe, aber noch lange nicht chancenlos. Es ist alles möglich in dieser Gruppe.“

„L‘Équipe“ (Frankreich): „Wer ist Niclas Füllkrug, der Angreifer von Werder Bremen, Torschütze gegen Spanien? Die Überraschung auf der Liste von Hans-Dieter Flick für die WM in Katar, Niclas Füllkrug, Stürmer von Werder Bremen, bringt frischen Wind durch seine Persönlichkeit in die deutsche Auswahl. Sein Tor am Sonntagabend rettet Deutschland vor dem Desaster.“

05:23 Uhr: „Er ist ein Monster“ – Portugals Routinier Pepe vor vierter WM

Angesprochen auf seinen Routinier Pepe musste Portugals Nationaltrainer Fernando Santos kurz schmunzeln. „Er ist ein Monster“, sagte der 68-Jährige dann, „einfach ein Monster“. Trotz seines Alters ist der für seine aggressive Spielweise bekannte Pepe immer noch ein wichtiger Bestandteil der portugiesischen Fußball-Nationalelf. Mit 39 Jahren, neun Monaten und zwei Tagen dürfte Pepe nun am Montag bei seiner vierten WM spielen und damit zum drittältesten Feldspieler in der Historie dieses Wettbewerbs werden.

Das Auftaktspiel der Portugiesen gegen Ghana (3:2) hatte Pepe noch angeschlagen verpasst, am Montag (20.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) gegen Uruguay soll er nun in der Startelf stehen. „Er wird spielen und eine sehr wichtige Rolle einnehmen“, sagte Santos über den Abwehrspieler vom FC Porto. Nach 2010, 2014 und 2018 wird es für Pepe die vierte WM-Teilnahme. Was Feldspieler bei Weltmeisterschaften angeht, waren bislang nur Kameruns Roger Milla mit 42 Jahren sowie zuletzt der Kanadier Atiba Hutchinson, der gut zwei Wochen vor Pepe Anfang Februar seinen 40. Geburtstag feiert, älter.

Unvergessen ist in Deutschland der Auftritt des Verteidigers vom FC Porto zum WM-Start 2014, als er gegen Deutschland eine Rote Karte kassierte und seine Auswahl mit 0:4 verlor. Auch Gegner Uruguay kennt den robust spielenden Routinier mit dem bürgerlichen Namen Képler Laveran Lima Ferreira bestens.

„Wir alle kennen Pepe“, sagte Uruguays Mittelfeldakteur Rodrigo Bentancur. „Er ist ein außerordentlicher Spieler. Das Spiel gegen ihn und Portugal wird ein guter Test für uns. Wir haben unsere eigenen Waffen.“

03:46 Uhr: TV-Experten wünschen sich Füllkrug gegen Costa Rica in DFB-Startelf

Niclas Füllkrug hat sich spätestens durch sein erstes WM-Tor in Katar nach Ansicht der TV-Experten einen Platz in der deutschen Anfangsformation verdient. „Ich hätte ihm im ersten Spiel schon die Startelf gegeben. Er beweist immer wieder seine Angriffslust und er hat bewiesen, dass es richtig ist, dass er dabei ist“, sagte die frühere Nationalspielerin Tabea Kemme bei Magenta TV. Das dritte Vorrundenspiel in Gruppe E findet am Donnerstag gegen Costa Rica statt. Dabei geht es um den Einzug ins Achtelfinale des Turniers im Golfemirat.

„Der zieht einfach ab, in Bremer Manier. Damit hat er ein gutes Bewerbungsschreiben abgegeben für das nächste Spiel“, sagte Ex-Weltmeister Per Mertesacker im ZDF.

Der Bremer Füllkrug ist mit zehn Treffern für den SV Werder derzeit der erfolgreichste deutsche Stürmer in der Bundesliga. „Er hat das Momentum, Hut ab“, sagte der ehemalige Nationalspieler Michael Ballack und regte an: „Die Jungs, die in der Liga die Form haben, sollten ihre Chance kriegen. Warum ihn nicht ins kalte Wasser werfen?“

Ex-Bayern-Profi Ballack bezeichnete die Einwechslung von Füllkrug durch Bundestrainer Hansi Flick in der 70. Spielminute für Thomas Müller als „Game-Changer“ und lobte die gesamte Mannschaft für den gelungenen zweiten Turnierauftritt gegen starke Spanier: „Das war ganz, ganz wichtig, für diese gute Leistung belohnt zu werden.“

03:19 Uhr: Sané bringt Schwung und fühlt sich bereit für Costa Rica

Niclas Füllkrug war mit seinem Tor der deutsche Super-Joker gegen Spanien. Aber auch der zeitgleich mit dem Bremer Mittelstürmer eingewechselte Leroy Sané hatte seinen Anteil am noch erkämpften und erspielten 1:1 gegen Spanien. Der Bayern-Profi, der beim Fehlstart der Nationalmannschaft in die Fußball-Weltmeisterschaft gegen Japan (1:2) mit Knieproblemen gefehlt hatte, leitete nicht nur mit einem Pass auf Jamal Musiala den ersten WM-Treffer von Füllkrug in der 83. Minute ein.

Bei seinem 20-Minuten-Einsatz plus Nachspielzeit hatte Sané mit seinem Tempo und seiner Ballfertigkeit am Sonntagabend im Al-Bait-Stadion mehrere starke Szenen. Musiala eröffnete er mit einem Steckpass eine große Torchance. Und in der Nachspielzeit bot sich ihm selbst eine letzte gute Möglichkeit zum Siegtreffer. Sie verpuffte.

„Leroy war auch eine Option von Anfang an. Aber wir haben natürlich gedacht, vielleicht ist es von Anfang an nicht die richtige Entscheidung, weil wir nicht wussten, wie lange er durchhält“, berichtete Bundestrainer Hansi Flick nach dem Spiel. Es sei darum wohl „die richtige Entscheidung“ gewesen, ihn als Einwechselspieler zu bringen.

Es war das erste WM-Spiel des hochbegabten Offensivspielers, den Flicks Vorgänger Joachim Löw vor der vermurksten WM 2018 in Russland im Trainingslager aussortiert hatte. Jetzt hofft Sané auf weitere Einsätze in Katar, zunächst einmal im letzten Gruppenspiel am Donnerstag (20.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Costa Rica, in dem es um den Einzug ins Achtelfinale geht, das nur mit einem Sieg erreicht werden kann. „Dem Knie geht es besser. Ich denke schon, dass ich wieder von Anfang an spielen kann“, sagte Sané bei „Sport1“.

21:55 Uhr: Füllkrug rettet Punkt und WM-Hoffnung

Die deutsche Nationalmannschaft wollte sich gegen Spanien für das blamable 1:2 gegen Japan rehabilitieren. Das gelang zum Teil. Das DFB-Team kam zu einem 1:1 (0:0) gegen Spanien. Es war eine Leistungssteigerung, doch wie schon gegen Japan war die Chancenverwertung ein Manko der Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick.

Deutschland muss nun das letzte Gruppenspiel gegen Costa Rica am Donnerstag (20.00 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) gewinnen, um ins Achtelfinale der WM in Katar einziehen zu können – und auf Schützenhilfe von Spanien beim Duell gegen Japan hoffen.

Der deutsche Torschütze zieht Bilanz

Werder-Stürmer Niclas Füllkrug sagt: „Wir wollten das Spiel natürlich gewinnen, aber wir haben noch ein bisschen Luft nach oben. Wir brauchen jetzt auch nicht durchdrehen, das ist ein 1:1 und kein Sieg. Aber wir können jetzt mit einem guten Gefühl ins letzte Spiel gehen und hoffen, dass alles gut ausgeht.“

Lob bekam er von Sturmkollege Thomas Müller. „Fülle ist geil reingekommen, dafür ist er dabei, er hat ein tolles Selbstvertrauen, und wie man jetzt gesehen hat auch einen rechten Hammer. Wir haben gegen einen der Topfavoriten auf den Titel 1:1 gespielt. Wir haben nun die Aufgabe, Costa Rica zu schlagen, und dann zu hoffen, dass das andere Ergebnis zu unserem dazu passt“, sagte der Angreifer des FC Bayern.

Weitere Stimmen zum Spiel

Bundestrainer Hansi Flick über Füllkrug: „Die Entschlossenheit, mit der er abschließt, hat uns heute gutgetan. Wir haben ein gutes Miteinander, auch wenn man anderes liest. Es ist wirklich gigantisch, was die Mannschaft heute geleistet hat. Ich bin wirklich stolz. Wir sind einer Mannschaft, die fußballerisch top ist, auf Augenhöhe begegnet. Die Mentalität der Mannschaft war überragend.“

Ilkay Gündogan über Füllkrug: „Man merkt einfach an dem Tor, was für Qualitäten er hat. Besser kann man den nicht schießen. Das war ein brutal wichtiges Tor für uns. Wir haben alles in der eigenen Hand, wir haben uns heute die Chance erhalten, weiterzukommen. Das ist das Wichtigste.“

Manuel Neuer: „Es war alles schwierig gegen gut aufgelegte Spanier. Aber wir haben diesen Fight angenommen und wenig zugelassen. Großes Kompliment an die Verteidigung und den ganzen Verbund.“

Leon Goretzka: „Eine große kämpferische Leistung. Wir wussten, dass wir auch mal hinterherlaufen müssen, das sind wir eigentlich nicht gewohnt, aber wir haben es angenommen. Es waren elf Spieler auf dem Platz, die bereit waren, sich zu zerreißen.“

Antonio Rüdiger: „Ich bin glücklich für die Mannschaft. Wir haben eine gute Reaktion gezeigt. Niclas ist reingekommen und hat seinen Job erledigt und somit hält das uns noch am Leben. … Ich denke, Niclas, er gibt uns etwas da vorne, was wir so nicht haben.“

Joshua Kimmich: „Das wussten wir vorher, dass wir viel laufen müssen, dass wir auch leiden werden, weil sie einfach ein super Positionsspiel haben. Gefühlt hatten wir dann trotzdem die besseren Chancen. Gefühlt hatten wir dann doch eine große Chance mehr, mit ein bisschen Glück können wir das sogar gewinnen, aber am Ende glaube ich, geht das Unentschieden in Ordnung.“

Dani Olmo: „Sie haben es uns nicht leicht gemacht. Es ist uns schwergefallen, bis wir das Tor erzielt haben. Wir hatten das Spiel erst gut in der Hand. Wir müssen da noch ein bisschen drauflegen. Neuer ist ein Super-Torhüter. Am Ende haben wir einen reingemacht, das war das Ziel. Wir haben nicht mehr alles in der Hand. Wir haben gegen Deutschland gespielt, aus den Fehlern wollen wir lernen für das nächste Mal.“

Schlusspfiff

Deutschland holt ein verdientes Remis gegen Spanien. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, unterhaltsam, die Fans dürften sich gut unterhalten fühlen.

87. Minute: Flick wechselt erneut

Die deutsche Defensive wird noch mal neu formiert, Schlotterbeck kommt für Raum.

83. Minute: Ausgleich für Deutschland

Tor, das 1:1. Füllkrug trifft von halbrechts in den linken Winkel. Ein tolles Tor nach Vorarbeit von Musiala. Die deutschen Spieler umarmen sich erleichtert und freudetrunken

73. Minute: Erste Szene von Füllkrug – und Musiala

Musiala setzt sich durch, der Ball landet bei Füllkrug, der aber bekommt ihn nicht vollends unter Kontrolle. Wenig später wieder eine Aktion von Musiala, aber der scheitert mit seinem Schuss an Spaniens Torwart Unai Simon.

70. Dreierwechsel bei Deutschland

Flick reagiert, beordert Müller, Kehrer und Gündogan vom Platz, bringt Füllkrug, Klostermann und Sané.

66. Minute: Zweiter Wechsel bei Spanien

Koke kommt für Marco Asensio.

62. Minute: Tor für Spanien

Der eingewechselte Morata verwertet am ersten Pfosten das flache Zuspiel von Alba, den Kehrer nicht entscheidend unter Druck setzen kann, und bringt sein Team in Führung. Er ist im Strafraum einen Schritt schneller als Süle.

60. Minute: Dritte Gelbe Karte gegen Deutschland

Goretzka ist nun verwarnt (58.), kurz danach kassiert auch Kimmich Gelb (60.).

56. Minute: Chance für Deutschland

Kimmich gewinnt den Ball, bekommt ihn zurück und prüfte aus rund elf Metern Unai Simon im Tor der Spanier.

54. Minute: Der erste Wechsel

Beide Teams tasten sich in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit eher ab, als dass sie etwas Riskantes wagen. Torres muss bei den Spaniern das Feld verlassen, für ihn kommt Alvaro Morata.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit: Flick lässt alles beim Alten

Keine Wechsel im deutschen Team zu Beginn der zweiten Spielhälfte. Auch Spaniens Trainer Luis Enrique vertraut weiter der Startelf.

Halbzeit: Alles offen

Ein Spiel, das Spaß macht. Das auf beiden Seiten mit viel Engagement geführt wird – und noch 0:0 steht. Es war auf dem Papier das Spitzenduell der Gruppe E – und es wird ihm gerecht. Das deutsche Team konnte sich im Verlauf der ersten Spielhälfte zusehends besser auf das hohe Pressing der Spanier einstellen. Spanien hat weiter viel Ballbesitz (68 Prozent), Deutschland aber gewinnt mittlerweile mehr Zweikämpfe (51 Prozent).

45. Minute: Wieder Rüdiger

Erneute, gute Möglichkeit für Rüdiger. Er war wieder im spanischen Strafraum zu finden, seinen wuchtigen Schuss aus halbrechter Position aber konnte Spaniens Schlussmann Simon abwehren.

44. Minute: Gelbe Karte für die Spanier

Spaniens Mittelfeldspieler Sergio Busquets kassiert nach Foul an Jamal Musiala Gelb.

40. Minute: Tor für Deutschland? Nein!

Jubel brandete auf im Al-Bait Stadion von Al-Chaur, aber er war verfrüht. Einen Freistoß von Kimmich köpfte Abwehrchef Rüdiger ins Tor. Der holländische Schiedsrichter Danny Makkelie aber entscheid zu Recht auf Abseits.

37. Minute: Kehrer verwarnt

Die erste Gelbe Karte des Spiels kassiert Kehrer nach Foul an Torres.

32. Minute: Wieder durchatmen

Das Zuspiel von Olmo kann Torres nicht richtig verwerten, sein Schuss geht weit über das deutsche Tor. Er stand überdies im Abseits.

30. Minute: Alt gegen Jung

Das Spiel geht hin und her, es bleibt intensiv. Für Spielkultur aber sorgt in erster Linie Spanien, das sich aber auch Kunstpausen nimmt. Unterm Strich bleibt festzustellen: Das Spiel ist nun offen. Randnotiz Deutschland (heute im Schnitt 28,4 Jahre) begann mit seiner ältesten WM-Elf seit 20 Jahren (knapp älter war das DFB-Team zuletzt im WM-Finale 2002 gegen Brasilien) und ist fast zwei Jahre älter als die Startelf der Spanier.

25. Minute: Gnabry mit der großen Chance

Die Spanier eröffnen den Deutschen eine große Tormöglichkeit. Einen Rückpass schießt Torwart Simon in die Füße von Gnabry, dessen Schuss knapp am Tor vorbeistreicht.

22. Minute: Wieder ein Warnschuss der Spanier

Das war wieder knapp. Der Distanzschuss von Jordi Alba landet knapp neben dem Pfosten, Kehrer geht nicht beherzt genug zur Sache. Trostpflaster: Neuer hätte ihn wohl gehabt.

20. Minute: Spanien bestimmt bislang das Bild dieser Partie

Die Spielstatistik spricht im Moment für die Iberer. Spanien kommt auf 74 Prozent Ballbesitz, gewinnt 67 Prozent der Zweikämpfe.

16. Minute: Kräftezehrendes Spiel

Geht das so weiter, könnte es für beide Teams eine schlauchende Angelegenheit werden. Es gibt kaum Unterbrechungen, viel Spielfluss. Bei 25 Grad vor Ort ist das kräftezehrend.

10. Minute: Lebenszeichen des deutschen Teams

Der erste, vielversprechende Vorstoß der deutschen Nationalmannschaft. Leon Goretzka schickt rechts Serge Gnabry, der an Spaniens Torwart Unai Simon scheitert. Der Stürmer des FC Bayern stand allerdings auch im Abseits.

7. Minute: Neuer verhindert frühen Rückstand

Spanien bestimmt das Spiel – und wäre beinahe in Führung gegangen. Spaniens Dani Stürmer Olmo schießt aus rund 18 Metern nahezu unbedrängt, Manuel Neuer lenkt den Ball aber noch geistesgegenwärtig an die Latte.

20:00 Uhr: Der Anpfiff

Das Spiel läuft. Die jüngere Statistik spricht klar für Spanien. Deutschland konnte in den vergangenen sieben Duellen nur einmal gewinnen (zwei Remis, vier Niederlagen). Zuletzt gab es in der Nations League im November 2020 ein beklagenswertes 0:6. Spaniens Trainer Luis Enrique warnte seine Mannschaft vor dem DFB-Team: „Wenn jemand weiß, wie Wettbewerb geht, dann Deutschland.“

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Twitter

Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine widerrufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an“ stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u.a. die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du . Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Schalter und über Privatsphäre am Seitenende widerrufen.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte von Drittanbietern

Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine widerrufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an“ stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u.a. die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du . Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Schalter und über Privatsphäre am Seitenende widerrufen.

19:27 Uhr: Flick begründet Umstellungen im Team

Jetzt spricht der Bundestrainer. „Wir sind alle mit Vorfreude hergefahren, weil es genau die Spiele sind, die man sich als Fußballer wünscht. Wir können beweisen und zeigen, was für eine gute Mannschaft wir sind“, sagte Hansi Flick.

Was die Umstellungen im Team bedeuten würden, wurde er vom ZDF-Moderator gefragt, also mit Thilo Kehrer (Abwehr) und Leon Goretzka (Mittelfeld). Flick sagte: „Wir haben die Abläufe, wie wir spielen wollen, trainiert. Thilo hat dabei einen guten Eindruck gemacht, da war es naheliegend. Und im Mittelfeld wollten wir Stabilität haben. Kimmich und Goretzka spielen bei Bayern München. Von daher erhoffen wir uns, dass die Mitte zu ist, dass wir Druck auf den Gegner bekommen und beide ihre Qualität auch in der Defensive einbringen. Wir ähneln uns Spanien sehr in der Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen. Jeder muss also bereit sein, in Eins-gegen-Eins-Situationen zu gehen – und die auch für uns zu gewinnen.“

18:59 Kanada verliert und scheidet aus

Auch das historische WM-Tor von Bayern-Star Alphonso Davies hat das vorzeitige Vorrunden-Aus von Außenseiter Kanada nicht verhindern können. Die Kanadier verloren gegen Kroatien 1:4 (1:2) und haben keine Chance mehr auf ein Weiterkommen. Die Kroaten sind der K.o.-Runde mit ihrem ersten Sieg dagegen einen großen Schritt näher gekommen.

Der Hoffenheimer Andrej Kramaric (36. Minute) und Marko Livaja (44.) drehten für den Favoriten vor 44.374 Zuschauern das Spiel, nachdem Davies die Nordamerikaner bereits nach 67 Sekunden in Führung gebracht hatte. Es war das erste WM-Tor Kanadas überhaupt. Mit seinem zweiten Treffer machte Kramaric in der 70. Minute alles klar, den Endstand besorgte Lovro Majer (90.+4). Schon mit einem Remis gegen Belgien können die Kroaten Donnerstag den Achtelfinal-Einzug perfekt machen.

16:47 Uhr: „Lächerlich“, sagt Boateng über DFB-Entscheidung

Kevin-Prince Boateng hat den Deutschen Fußball-Bund in der Debatte um die von der Fifa verbotene „One Love“-Kapitänsbinde kritisiert. Er hätte vom Verband mehr Rückgrat erwartet, sagte der Mittelfeldspieler von Hertha BSC in der Sport1-Sendung „Doppelpass“. „Wenn ich mich entscheide, die Binde zu tragen, dann muss ich das auch machen. Wenn ich es dann nicht tue, brauche ich mir auch nicht den Mund zuzuhalten“, sagte der 35-Jährige.

Er sehe das Hauptproblem darin, dass die entsprechenden nationalen Verbände vor dem Turnier behauptet hätten, dass sie „die Binde tragen, egal was passiert“. Dies nun trotz der vorherigen Aussagen doch nicht zu tun, sei seiner Meinung nach „lächerlich“. Nicht-sportliche Debatten sollten seiner Meinung nach jetzt vom Team ferngehalten werden.

Die Fifa hatte das Tragen der „One Love“-Armbinde, die ein Symbol für Vielfalt sein sollte, unter Androhung von Sanktionen untersagt. Sieben europäische Verbände, darunter der DFB, hatten daher auf die geplante Aktion verzichtet.

Er selbst habe noch kein Spiel der Weltmeisterschaft über die gesamten 90 Minuten geschaut, sagte Boateng. „Ich liebe Fußball. Mein Leben ist Fußball. Aber das, was da passiert, ist gegen alles, wofür Fußball steht“, sagte Boateng.

15:56 Uhr: Titelkandidat Belgien strauchelt

Mitfavorit Belgien muss um den Einzug ins Achtelfinale bangen. Der Weltranglistenzweite verlor sein zweites Gruppenspiel gegen Marokko mit 0:2 (0:0). Vor 43.738 Zuschauern in Doha erzielten Abdelhamid Sabiri in der 73. Minute und Zakaria Aboukhlal (90.+2) die Tore für die Nordafrikaner, die mit vier Punkten an den Belgiern (3) vorbeizogen und zunächst die Tabellenführung in der Gruppe F übernahmen. Marokko trifft zum Abschluss der Vorrunde am kommenden Donnerstag auf Kanada, Belgien bekommt es dann mit Vize-Weltmeister Kroatien zu tun.

13:02 Uhr: Japans Patzer hat Folgen für Deutschland

Costa Rica hat der deutschen Nationalmannschaft bei der WM Hilfe geleistet und gegen Japan gewonnen. Dank der 0:1 (0:0)-Niederlage der Japaner kann sich die DFB-Auswahl gegen Spanien sogar noch eine Niederlage leisten und hätte dennoch weiterhin die Chance auf den Einzug in die K.o.-Runde.

Keysher Fuller (81.) traf vor 41.479 Zuschauern im Ahmad bin Ali Stadion für Costa Rica, das am Donnerstag auf Deutschland trifft. Mit einem Sieg mit zwei Toren Unterschied gegen die Spanier (20.00 Uhr) könnte die DFB-Auswahl auf Platz zwei der Gruppe E springen.


Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie dies wünschen. Annehmen Weiterlesen

Datenschutz- und Cookie-Richtlinie