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WM 2022: Nach seinem entscheidenden Tor weint Lewandowski auf dem Rasen

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Polen hat durch den Sieg gegen Saudi-Arabien beste Chancen auf das Achtelfinale. Robert Lewandowski gelingt ein besonderer Moment. Der Weltfußballer erzielt sein erstes WM-Tor. Nach der Erlösung zeigt er große Gefühle.

Es war ein lange ersehnter Wunsch – und zugleich die Entscheidung für Polen. In der 82. Minute sah Robert Lewandowski, dass der saudische Verteidiger Abdulellah Al-Malki den Ball unter der Sohle durchrutschen ließ. Dann stieß der zweimalige Weltfußballer des Jahres vor, schnappte sich das Spielgerät und schob es an Torwart Mohammed Al-Owais vorbei zum 2:0 (1:0)-Endstand ins Netz. Für Lewandowski war es eine Erlösung, ihm kamen nach seinem ersten WM-Treffer überhaupt die Tränen.

Es wird wohl noch weitere Gelegenheiten für den 37-Jährigen geben, bei der WM zu treffen. Denn durch den Sieg über Saudi-Arabien, das zum Auftakt die Argentinier sensationell mit 2:1 geschlagen hatte, setzten sich die Polen an die Spitze der Gruppe C. Die Chancen, erstmals seit 1986 über eine WM-Vorrunde hinauszukommen, sind groß wie lange nicht mehr.

Es war allerdings ein hartes Stück Arbeit in einem echten „Auswärtsspiel“. Bereits vor dem Anpfiff hatten viele saudische Fans rund um das Education City Stadium gefeiert, teilweise auf von ihnen selbst organisierten Fan-Festen mit Public Viewing. „Wir glauben uns, aber wir wissen auch, wo wir herkommen. Wir müssen bescheiden bleiben“, hatte Hervé Renard, der Coach der Saudis, vor diesem richtungsweisenden zweiten Auftritt seiner Mannschaft gesagt. Es sei wichtig, sich trotz der Euphorie, die nach dem Sensationscoup rund um sein Team entstanden sei, nicht hinreißen zu lassen, sondern kühlen Kopf zu bewahren – trotzdem jedoch die Entschlossenheit und Intensität aus dem Auftaktspiel an den Tag zu legen.

Die Spieler von Renard hielten sich daran. „Es gibt kein Limit“, lautet das Lebensmotto des Franzosen. So agierte sein Team auch – von Beginn an wurden die Polen früh gestört. Die Mannschaft um Lewandowski, der diesmal – wie von ihm gefordert – mit Arkadiusz Milik einen zweiten Stürmer zur Seite gestellt bekam, tat sich schwer mit dem Pressing der Saudis, die in der 13. Minute zu ihrer ersten Chance kamen, als ihr Ballverteiler Mohammed Kanno einen Angriff einleitete und mit einem Schuss von der Strafraumgrenze abschloss. Wojciech Szczesny konnte den Ball so gerade noch über die Latte lenken konnte.

Nur selten konnten sich die Polen, die zuvor über ein 1:1 gegen Mexiko nicht hinausgekommen waren, bis zum gegnerischen Strafraum kombinieren. Sobald der Ball in die Nähe von Lewandowski kam, waren gleich mehrere Saudis zur Stelle. Von Milik, der eigentlich Freiräume schaffen sollte, war lange überhaupt nichts zu sehen.

Saudi-Arabien zunächst die griffigere Mannschaft

Die Saudis waren in erster Halbzeit die griffigere und teilweise auch spielbestimmende Mannschaft. Umso überraschender, dass die Polen trotzdem mit ihrem ersten strukturierten Angriff in Führung gingen: Lewandowski scheiterte zunächst noch an Al-Owais, doch Piotr Zielinski konnte den Abpraller unter die Latte setzen, von da sprang der Ball ins Tor (40. Minute). Für Lewandowski war es die erste Torvorbereitung im Rahmen einer WM.

Aufregung gab es dann drei Minuten später: Krystian Bilik hatte Saleh Al-Sheri im polnischen 16-Meter-Raum zwar nur leicht berührt, doch der brasilianische Schiedsrichter Pereira Sampaio entschied nach Video-Überprüfung auf Strafstoß. Es folgte eine spektakuläre Doppelparade von Szczesny: Erst wehrte er den Schuss von Salem Al-Dawsari ab, dann lenkte er den Nachschuss von Mohammed Al-Burayk über die Latte.

Sczesny stand zunächst auch weiter im Blickpunkt. Unmittelbar nach Wiederanpfiff parierte der Torwart von Juventus stark gegen A-Dawsari aus vier Metern. Allerdings ließen die Saudis nun auch Chancen zu: Ein Flugkopfball von Przemyslaw Frankowski knallte an die Latte (63.), kurz darauf traf Lewandowski den Pfosten.

Umso größer war der polnische Jubel, als ihrem Kapitän dann noch sein lang ersehnter WM-Treffer gelang. Es war zudem ein sehr wichtiges Tor für die Polen, die im letzten Gruppenspiel am Mittwoch auf Argentinien treffen. Die Saudis spielen zeitgleich gegen Mexiko.

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