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WM 2022: Der schlechteste Gastgeber der WM-Geschichte

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Das reicht nicht für die große WM-Bühne. Gastgeber Katar hat auch sein zweites Gruppenspiel verloren. Sportlich ist das Turnier für die vorzeitig ausgeschiedene Mannschaft des Gastgebers ein Fiasko. Es bleibt die Erkenntnis: Die immensen Investitionen in das Team haben sich nicht gelohnt.

Die Spieler von Gastgeber Katar schlichen frustriert in die Kabine, viele Zuschauer hatten zu der Zeit schon das Stadion verlassen. Für den stolzen Gastgeber Katar entwickelt sich die Fußball-WM immer mehr zu einem sportlichen Fiasko. Der wenig konkurrenzfähige Asienmeister verlor am Freitag trotz einer kleinen Leistungssteigerung auch sein zweites Gruppenspiel gegen den Senegal 1:3 (0:1) und übersteht damit als erst zweiter WM-Ausrichter nach Südafrika (2010) die Vorrunde nicht. Dazu passte auch die maue WM-Begeisterung bei den Katarern: Viele Plätze blieben leer.

Bolaye Dia (41. Minute), Famara Diedhiou (48.) und Bamba Dieng (84.) nutzten die vielen Fehler der Gastgeber vor 41.797 Zuschauern eiskalt aus und brachten den durch die Verletzung von Bayern-Stürmerstar Sadio Mané so geschwächten Afrikameister im Kampf um das Achtelfinal-Ticket wieder zurück ins Geschäft. Katar, das durch den eingewechselten Mohammed Muntari noch zum Anschlusstor kam (78.), wartet indes weiter auf den ersten Punkt – so schlecht war noch nie ein WM-Gastgeber.

Katars Trainer Felix Sanchez sah den Auftritt seines Teams gegen Senegal trotz der Niederlage positiv. „Heute haben wir gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Wir waren wettbewerbsfähig. Wir haben gut gespielt. Uns ist es gelungen, unsere Leistung zu steigern“, sagte der Spanier. „Man muss wissen, wo wir herkommen. Wir müssen hier mit vielen Beschränkungen arbeiten. Katar ist ein kleines Land, die Liga ist nicht so wettbewerbsfähig.“

Dabei hatte Katar zwölf Jahre lang viel Geld in die sportliche Entwicklung der Nationalmannschaft gesteckt, seit Juni bereitete sich das Team intensiv auf die Endrunde vor – offensichtlich alles umsonst. Auch gegen den Senegal präsentierte sich die Mannschaft des spanischen Trainers Felix Sanchez lange Zeit als sportliches Leichtgewicht, produzierte viele Fehler und wirkte mitunter hoffnungslos unterlegen. Und dabei wartet der schwerste Gruppengegner mit den Niederlanden erst noch zum Abschluss am Dienstag (16.00 Uhr).

Sengelas Manko: Ohne Mané fehlt Effizienz vor dem Tor

Trainer Sanchez hatte es mit neuen Impulsen versucht, brachte unter anderem in Meshaal Barsham einen neuen Torhüter für den im Eröffnungsspiel so unsicheren Saad Al-Sheeb. Bezeichnenderweise fiel das Führungstor der Westafrikaner auch nach einem schlimmen Fehler der Gastgeber. Abwehrchef Boualem Khoukhi trat über den Ball, Dia nahm die Einladung dankend an und traf zur Führung. Zuvor hatte sich wieder das große Manko der Senegalesen gezeigt. Ohne Mané fehlt dem Team von Aliou Cissé die Effizienz vor dem Tor, wie beim Schuss von Idrissa Gueye (25.) oder einem langen Pass auf Ismaila Sarr, dem in guter Position der Ball versprang (26.).

Bei Katar war ein nicht gegebener Elfmeter der größte Aufreger im ersten Durchgang, als Sarr arg hölzern gegen Akram Afif zu Werke ging (34.). Ansonsten hatten Abwehrchef Kalidou Koulibaly und der Leipziger Abdou Diallo die gegnerischen Stürmer gut im Griff. Die Massenflucht der Fans setzte zur Halbzeit im Vergleich zum Ecuador-Spiel dieses Mal zwar nicht ein, einige Plätze auf der Tribüne blieben bei Wiederbeginn aber trotzdem leer.

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs gab es durch den Kopfball von Diedhiou den nächsten Nackenschlag für das Sanchez-Team. Als alles verloren schien, drehte Katar aber doch noch auf und besaß nach gut einer Stunde mehrere gute Möglichkeiten durch Abdelkarim Hassan (61.), Almoez Ali (63.), Pedro Miguel (64.) und Mohammad (67.). In dieser Phase erwies sich Chelsea-Keeper Edouard Mendy als starker Rückhalt der Senegalesen. Gegen den Kopfball von Muntari war er aber machtlos. Doch schon im Gegenzug war der Funke Hoffnung beim Tor von Dieng wieder dahin.

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