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„Wie Manchester City gegen Liverpool“

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Am Sonntag steht das deutsche Endspiel in der Gruppenphase der WM an. Gegner ist Spanien. t-online hat mit einem Kenner der „Furia Roja“ gesprochen.

Als die WM-Gruppen feststanden, war klar, welche Partie der Gruppe E als Topspiel gelten wird. Deutschland gegen Spanien, das Duell der Ex-Weltmeister. Es würde um den Gruppensieg gehen, waren sich Experten sicher. Doch nach nur einem Spieltag ist klar, es steht noch viel mehr auf dem Spiel. Eine Niederlage bedeutet wohl das WM-Aus, ein Unentschieden womöglich auch. Die DFB-Elf ist zum Siegen verdammt.

Doch mit Spanien wartet ein echter Hochkaräter, der zum Auftakt Costa Rica mit 7:0 wegputzte. Das Team von Trainer Luis Enrique ist in Topform und freut sich auf das Duell gegen die nervösen Deutschen. Einer, der noch bis Ende letzten Jahres an der Seitenlinie der Spanier stand, ist Jesus Casas. Von 2018 bis Anfang 2022 war er Co-Trainer der „Furia Roja“, arbeitete viele Jahre mit Enrique zusammen und kennt auch die Mannschaft bestens. Inzwischen ist er der Nationaltrainer des Irak, macht sich aber trotzdem noch viele Gedanken über das spanische Team.

t-online: Herr Casas, am Sonntag trifft Spanien auf Deutschland. Wird Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique sein Spiel passend zum konteranfälligen deutschen Team umstellen?

Jesus Casas: Das glaube ich nicht. Er wird an seinem Stil festhalten. Und das Prinzip des spanischen Spiels ist es, zu jeder Zeit den Ball zu haben. Also werden sie Deutschland ständig unter Druck setzen, um ihn zurückzugewinnen. Es wird ein kompliziertes Spiel, weil beide Teams den Ball haben wollen. Wer sich im Duell um den Ball durchsetzt, wird einen großen Vorteil haben.

Was halten Sie von dem Vergleich, dass dort Manchester City auf den FC Liverpool trifft? Spanien ist dabei Manchester City, legt hohen Wert auf Ballbesitz und ein gutes Positionsspiel mit Rotation. Deutschland ist der FC Liverpool, setzt auf hohe Intensität und Effektivität im Pressing und Gegenpressing.

Der Vergleich ist passend. Beide Teams haben großes Talent, Deutschland spielt noch etwas physischer als Spanien. Dafür hat Spanien einen höheren Fokus auf die Technik. Das erinnert sehr an das Duell zwischen Man City und Liverpool.

Spanien hat ein sehr junges Team. Wie würden Sie die Qualitäten von Talenten wie Pedri und Gavi beschreiben?

Sie sind zwar sehr jung, aber haben sich bereits beim FC Barcelona durchgesetzt. Sie sind Fußball auf hohem Niveau gewohnt und können daher auch bei einer WM den Unterschied ausmachen. Pedri und Gavi sind sehr dynamische Spieler, die aber gleichzeitig auch eine tolle Ballkontrolle haben. Sie haben Qualitäten von „Box-to-Box“-Spielern entwickelt, können sowohl vorne als auch hinten helfen und sind deshalb so wichtig für das spanische Spiel.

Junge Spieler wie Ferran Torres (l., 22 Jahre), Pedri (m., 20 Jahre) oder Gavi (18 Jahre) spielen in der spanischen Mannschaft eine zentrale Rolle. (Quelle: IMAGO/Bagu blanco / PRESSINPHOTO)

Und wie sind sie charakterlich drauf?

Beide sind sehr extrovertiert, sie machen immer Späße und sind gut drauf. Ich glaube, das hat ihnen auch geholfen, sich schnell im Team zurechtzufinden.

Das größte Talent im deutschen Kader ist Jamal Musiala. Wie wird er in Spanien gesehen?

Er ist ein Riesentalent. In Spanien wurde in den letzten Wochen viel über internationale Talente gesprochen. Und die zwei, die am meisten herausstachen, waren Jamal Musiala und Jude Bellingham. Sie gehören zu der Kategorie Spieler, die mit Teams wie Real Madrid in Verbindung gebracht werden. Aber auch Youssoufa Moukoko ist einigen aufgefallen.

Die Schlüsselfigur bei Spanien ist der Trainer: Luis Enrique. Wie geht er mit den Spielern um?

Er ist sehr direkt und spricht viel mit den Spielern. Er will sie von seiner Idee überzeugen. Und er schafft es, ihnen zu vermitteln, dass sie besser sind, als sie es tatsächlich sind. Er holt das Beste aus ihnen heraus.

Luis Enrique ist in der vergangenen Woche auf der Streaming-Plattform Twitch live gegangen und hat dort mit Fans gesprochen. Haben Sie damit gerechnet?

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
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