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Triathlon: Marathonrekord – Der Paukenschlag des Patrick Lange

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Nach seiner Enttäuschung beim Triathlon-Highlight auf Hawaii hat Patrick Lange zum Saisonende für Aufsehen gesorgt. Und gezeigt, dass 2023 mit ihm zu rechnen ist – trotz der jungen Wilden. Nie lief ein Triathlet den Marathon beim Ironman schneller.

3,86 Kilometer schwimmend und 180 Kilometer auf dem Rad hatte Patrick Lange bereits hinter sich, als er die Laufschuhe anzog und sich anschickte, für Schlagzeilen in der Triathlonwelt zu sorgen. Nicht nur, dass er noch zum Sieg bei der ersten Auflage des Ironman Israel vorlief – er war auch extrem schnell unterwegs. Mit einer abschließenden Marathonzeit von 2:30:32 Stunden stellte der 36-Jährige einen neuen Rekord innerhalb eines Ironman-Rennens auf. Nie war jemand auf den abschließenden 42,195 Kilometern schneller.

Lange, Hawaii-Sieger der Jahre 2017 und 2018, siegte am Ende in 7:42:00 Stunden und stellte damit auch eine persönliche Bestzeit über die Triathlon-Langdistanz auf. Nach einem schwierigen Jahr und der Machtdemonstration der jungen Wilden auf Hawaii ist das mehr als ein Happy-End für ihn. Es zeigt: Mit Lange ist 2023 zu rechnen. Zweiter wurde der Däne Daniel Baekkegard (7:43:40) vor dem Franzosen Gregory Barnaby (7:47:02). Florian Angert kam als Siebter (+15:28 Minuten) und Sebastian Kienle als Zwölfter (+26:10) ins Ziel.

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Ein gelungenes Saisonende feierte auch Daniela Bleymehl, die im Oktober auf Hawaii aufgeben musste, und sich jetzt als Zweite (8:50:13) hinter der Britin Ruth Astle (8:41:13) den Kona-Slot für 2023 sicherte. „Ich bin einfach total erleichtert und froh, die Entscheidung getroffen zu haben, noch ein Rennen zu machen“, schreibt Bleymehl auf Facebook.

Schwierige Bedingungen in Israel

Für Patrick Lange ist der Sieg mit dieser Marathonzeit eine Menge wert. Ein Mutmacher. Eine Bestätigung. Ein Fingerzeig in Richtung der Konkurrenz und der Zweifler, die sich fragen, ob er tatsächlich noch einmal in die Phalanx der neuen starken Athleten auf der Langdistanz eingreifen kann. Immerhin markierte der Ironman Hawaii in diesem Oktober so etwas wie den Beginn einer neuen Ära. Iden, Laidlow, Blummenfelt und Neumann – die ersten Vier – blieben unter Jan Frodenos Streckenrekord. Und alle sind sie unter 30.

Und Lange? Der musste im Februar einen Trainingssturz mit anschließender Schulter-Operation wegstecken, hatte bei seinem Comeback im Juli in Roth immer noch Schmerzen, erwischte danach noch eine Corona-Infektion, aber fühlte sich im Oktober bereit für Hawaii. Seine Hoffnungen waren groß. „Mental und körperlich“, so sagte er, „fühle ich mich so stark wie nie auf Hawaii.“ Und schließlich galt er weiterhin als einer der besten Läufer im Feld, hielt die Topzeiten auf Hawaii.

Doch dann gehörte er neben etlichen anderen Profis zu jenen Athleten, die auf dem Rad disqualifiziert wurden. Die Auslegung der Windschatten-Regel führte bei den Männern und Frauen zu derart vielen Fünf-Minuten-Zeitstrafen wie selten zuvor. „Ich persönlich kann mir meine Zeitstrafe nicht erklären“, sagte Lange. Wie Angert, wie Ditlev, wie Laura Philipp und einige andere. Lange erwischte es etwa bei Kilometer 70. Am Ende lief er nach 7:58:20 Stunden als Zehnter ins Ziel. Damit endete auch die 2014 begonnene Siegesserie der Deutschen auf Hawaii.

Und jetzt diese Leistung. „Das ist gerade nach einem so durchwachsenen Jahr mit der Schulterverletzung im Februar ein großer Erfolg für mich und mein Team“, sagt Lange.

Nach dem Schwimmen bei schlechten Witterungsbedingungen lag er als Sechster zwar +1:36 Minuten hinter dem Führenden Niederländer Menno Koolhaas, aber fast gleichauf mit dem starken Schwimmer Angert, mit Baekkegard und anderen. „Auf dem Rad setzten sich die Wetterkapriolen fort“, berichtet er. „Die 180 Kilometer waren von starken Schauern und teils heftigem Wind geprägt.“ Lange stieg als Vierter vom Rad, gute acht Minuten hinter dem Führenden.

„Eine anspruchsvolle, hügelige Strecke mit insgesamt 300 Höhenmetern“, berichtet Lange über den Marathon. Anspruchsvoll – das kam ihm als starkem Läufer entgegen. Noch vor der 30-Kilometer-Marke hatte er sich die Führung erkämpft. Und sich damit selbst bestätigt.

Denn noch am Tag der Enttäuschung von Hawaii hatte Lange WELT gesagt: „Ich komme wieder und werde stärker sein.“ In Israel hat er es bewiesen. Dass Iden und Co. nicht am Start waren, ändert nichts an der Leistung. Gute Voraussetzungen für den Start ins neue Triathlon-Jahr.


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