Neueste Nachrichten und Updates

Robert Lewandowski rührt sich selbst zu Tränen

0 16

Polen macht einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar – und Torjäger Robert Lewandowski überwindet ein persönliches WM-Trauma. Gegen ein starkes aber glückloses saudi-arabisches Team sorgt der Star des FC Barcelona für die Erlösung.

Bei der umjubelten Tor-Premiere von Robert Lewandowski hat Polen Kurs auf das erste WM-Achtelfinale seit 36 Jahren genommen. Der Weltfußballer sorgte beim 2:0 (1:0) im emotionsgeladenen zweiten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien durch seinen späten Treffer in der 82. Minute für die Entscheidung und ließ sich glücklich auf den Rasen fallen. Als er, umringt von seinen Mannschaftskollegen wieder aufstand, hatte der Weltstar Tränen in den Augen. Es war das erste WM-Tor überhaupt für Lewandowski, der im ersten Gruppenspiel Gegen Mexiko (0:0) einen Elfmeter verschossen hatte.

Zuvor ebnete der frühere Bayern-Torjäger als Vorbereiter des Führungstreffers von Piotr Zielinski (39.) den Weg zum Sieg, um den sein Team lange zittern musste. Dieser war besonders dem herausragenden Torhüter Wojciech Szczesny zu verdanken, der von seinen Teamkollegen nach zum Teil herausragenden Paraden wiederholt umarmt wurde.

Saudis rennen vergeblich an

Der Juve-Schlussmann parierte in der hitzigen Nachspielzeit der ersten Hälfte nicht nur den einen Elfmeter von Salem Mohammed Al-Dausari, sondern auch den Nachschuss von Mohammed Al-Buraik. Nach dem Seitenwechsel drängten die Saudis, die zum Auftakt sensationell gegen Argentinien gewonnen hatten, vor 44.259 Zuschauern vehement auf den Ausgleich, scheiterten aber an der eigenen Präzision oder an Szczesny.

Polen geht das finale Spiel in der Gruppe C am Mittwoch gegen Argentinien um Lionel Messi mit vier Punkten an. Aber auch die forsch attackierenden Saudis haben mit drei Punkten noch alle Chancen auf das zweite Achtelfinale nach 1994.

Schon vor dem Anpfiff im stimmungsvollen und recht kühl klimatisierten Education City Stadion hatten Lewandowski und Al-Dausari ein Lächeln im Gesicht. Zunächst sah es so aus, als könnte Saudi-Arabien nach dem 2:1 gegen Messi & Co. an einem stimmungsvollen Fußball-Nachmittag der nächste große WM-Coup glücken. Über weite Strecken waren sie beim Fast-Heimspiel besser. Grüne Trikots oder weiße Thaub-Gewänder waren überall auf den Rängen zu sehen. Gepusht von den vielen Fans ließen sich die Saudis hier und da zu etwas Theatralik hinreißen.

Lewandowski, der sich nach Pfiffen der Mexikaner beim vorangegangenen 0:0 diesmal wie alle Polen einige Buhrufe von den Rängen anhören musste, bekam durch die Hereinnahme von Arkadiusz Milik die von ihm gern gesehene Unterstützung im Angriff. Doch immer wieder musste er sich einer Überzahl von Abwehrspielern erwehren. Es ging mitunter sehr rustikal zur Sache – sechs Gelbe Karten gab es alleine vor der Pause.

Eiskalt zur Entscheidung

Der starke Szczesny sorgte auch für eine kurios anmutende Szene kurz vor der polnischen Führung. Während der Behandlungspause eines Gegners joggte der Keeper 60 Meter nach vorne, um erst Lewandowski und dann Milik gestenreich ein paar Hinweise zu geben. Wenig später fiel das Tor. Beim Treffer von Zielinski wäre Lewandowski, der im Februar 2021 im selben Stadion mit dem FC Bayern Klub-Weltmeister wurde, fast selbst ein Tor geglückt. Nach dem schön von Matty Cash auf dem rechten Flügel eingeleiteten Angriff scheiterte der 34-Jährige knapp an Torhüter Mohammed Alowais, legte dann aber gedankenschnell und perfekt für Zielinski auf. Der hämmerte den Ball humorlos unter die Latte. „Jetzt hat er das Tor und den Assist, das sagt alles über ihn und seinen Charakter aus“, sagte Polens Abwehrspieler Matty Cash über Lewandowski.

Nach dem erst nach Ansicht der Video-Bilder gegebenen und von Szczesny parierten Strafstoß war Lewandowski als Vermittler gefragt, um die Gemüter zu beruhigen. Vor allem auf der polnischen Bank war der Ärger über den Elfmeter riesengroß. Die Saudis starteten nach dem Rückstand viele Angriffe auf das Tor der Polen, die ihrerseits zunächst das beruhigende 2:0 bei Aluminiumtreffern von Milik (63.) und Lewandowski (66.) verpassten. In der Schlussphase war es dann doch noch der Barcelona-Star, der einen Fehler der gegnerischen Defensive nutzte und eiskalt vollendete.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie dies wünschen. Annehmen Weiterlesen

Datenschutz- und Cookie-Richtlinie