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Katar feiert erstes WM-Tor, scheidet aber aus

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Es ist ein Erfolg für die Nationalmannschaft des WM-Gastgebers: Katar erzielt das erste Tor bei der Weltmeisterschaft. Das wird im zweiten Gruppenspiel gegen Senegal entfesselt gefeiert. Da es trotzdem nicht für einen Sieg reicht, leert sich das Stadion erneut früh. Senegal schafft den ersten Sieg für Afrika.

Für den stolzen Gastgeber Katar entwickelt sich die Fußball-WM immer mehr zu einem sportlichen Fiasko. Der wenig konkurrenzfähige Asienmeister verlor trotz einer kleinen Leistungssteigerung auch sein zweites Gruppenspiel gegen den Senegal 1:3 (0:1). Nach dem späteren Spiel der Gruppengegner Niederlande gegen Ecuador ist klar: Katar ist frühzeitig ausgeschieden. Dazu passte wenige Stunden zuvor auch die maue WM-Begeisterung bei den Katarern: Viele Plätze blieben leer.

„Heute haben wir gezeigt, wozu wir in der Lage sind“, sagte aber Nationaltrainer Felix Sanchez. Ziel sei es gewesen, wettbewerbsfähig zu sein, das sei gelungen. „Wir haben gut gespielt. Wir haben es geschafft, unsere Leistung zu steigern.“ Man müsse sehen, wo das Team herkomme, sagte Sanchez weiter. In einem kleinen Land wie Katar gebe es viele Beschränkungen. Ziel sei es jetzt, in dem schweren dritten Vorrundenspiel gegen die Niederlande ein gutes Spiel zu machen.

Bolaye Dia (41. Minute), Famara Diedhiou (48.) und Bamba Dieng (84.) nutzten die vielen Fehler der Gastgeber vor 41.797 Zuschauern eiskalt aus und brachten den durch die Verletzung von Bayern-Stürmerstar Sadio Mané so geschwächten Afrikameister im Kampf um das Achtelfinal-Ticket wieder zurück ins Geschäft. Katar, das durch den eingewechselten Mohammed Muntari noch zum Anschlusstor kam (78.), wartet indes weiter auf den ersten Punkt – so schlecht war noch nie ein WM-Gastgeber.

Dabei hatte Katar zwölf Jahre lang viel Geld in die sportliche Entwicklung der Nationalmannschaft gesteckt, seit Juni bereitete sich das Team intensiv auf die Endrunde vor – offensichtlich alles umsonst. Auch gegen den Senegal präsentierte sich die Mannschaft des spanischen Trainers Felix Sanchez lange Zeit als sportliches Leichtgewicht, produzierte viele Fehler und wirkte mitunter hoffnungslos unterlegen. Und dabei wartet der schwerste Gruppengegner mit den Niederlanden erst noch zum Abschluss am Dienstag (16 Uhr).

Neuer Torhüter im Spiel

Trainer Sanchez hatte es mit neuen Impulsen versucht, brachte unter anderem in Meshaal Barsham einen neuen Torhüter für den im Eröffnungsspiel so unsicheren Saad Al-Sheeb. Doch auch die neue Nummer eins beherrschte das Torwartspiel nur bedingt. Barsham unterlief Ecken, verschätzte sich beim Rauslaufen und verhaspelte sich mit dem Ball am Fuß. Dass die Zuschauer jeden erfolgreichen Fangversuch Barshams bejubelten, hatte seinen Grund.

Bezeichnenderweise fiel das Führungstor der Westafrikaner auch nach einem schlimmen Fehler der Gastgeber. Abwehrchef Boualem Khoukhi trat über den Ball, Dia nahm die Einladung dankend an und traf zur Führung. Zuvor hatte sich wieder das große Manko der Senegalesen gezeigt. Ohne Mané fehlt dem Team von Aliou Cissé die Effizienz vor dem Tor, wie beim Schuss von Idrissa Gueye (25.) oder einem langen Pass auf Ismaila Sarr, dem in guter Position der Ball versprang (26.).

Wieder verlassen Fans vorzeitig das Stadion

Bei Katar war ein nicht gegebener Elfmeter der größte Aufreger im ersten Durchgang, als Sarr arg hölzern gegen Akram Afif zu Werke ging (34.). Ansonsten hatten Abwehrchef Kalidou Koulibaly und der Leipziger Abdou Diallo die gegnerischen Stürmer gut im Griff. Die Massenflucht der Fans setzte zur Halbzeit im Vergleich zum Ecuador-Spiel dieses Mal zwar nicht ein, einige Plätze auf der Tribüne blieben bei Wiederbeginn aber trotzdem leer.

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs gab es durch den Kopfball von Diedhiou den nächsten Nackenschlag für das Sanchez-Team. Als alles verloren schien, drehte Katar aber doch noch auf und besaß nach gut einer Stunde mehrere gute Möglichkeiten durch Abdelkarim Hassan (61.), Almoez Ali (63.), Pedro Miguel (64.) und Mohammad (67.). In dieser Phase erwies sich Chelsea-Keeper Edouard Mendy als starker Rückhalt der Senegalesen. Gegen den Kopfball von Muntari war er aber machtlos. Doch schon im Gegenzug war der Funke Hoffnung beim Tor von Dieng wieder dahin.

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