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Fußball-WM: Füllkrug erlöst Deutschland gegen Spanien

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Es war kein Sieg gegen die starken Spanier – aber die deutsche Mannschaft wartete mit einer klaren Leistungssteigerung auf. Durch das phasenweise starke 1:1 (0:0) gegen den WM-Favoriten demonstrierte die Nationalelf, dass mit ihr doch noch zu rechnen ist. Vor allem auch, weil Hansi Flick über gute personelle Alternativen verfügt: Ausgerechnet der eingewechselte Niklas Füllkrug rettete der DFB-Equipe einen verdienten Punkt.

„Wir werden eine Mannschaft sehen, die weiß, worum es geht“, hatte Hansi Flick vor dem Anpfiff erklärt und gleichzeitig mit der Aufstellung ein Signal für mehr Stabilität gesetzt. Neben der Umstellung in der Abwehrkette, wo der Bundestrainer Thilo Kehrer auf der Rechtsverteidiger aufbot, Niklas Süle in die Innenverteidigung zog und Nico Schlotterbeck auf die Bank setzte, wurde auch das Mittelfeld neu geordnet: Leon Goretzka spielte von Beginn an neben Joshua Kimmich im Zentrum. Ilkay Gündogan rutschte etwas weiter nach vorn. Auf den Flügeln setzte Flick auf Serge Gnabry und Jamal Musiala. Ganz vorn sollte Thomas Müller die Angriffsposition besetzen – Kai Havertz rotierte ebenfalls raus.

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Das Ziel der Umstrukturierungen lag auf der Hand: Das Zentrum sollte gegen den kombinationsstarken Gegner geschlossen werden, vorwiegend, um die zuletzt wacklige Abwehr zu entlasten. Es würde auch darum, „zu zeigen, dass wir bei der WM angekommen sind“, so Flick. Kein Wegducken mehr – dafür mehr Körperlichkeit und Kompaktheit.

Spaniens Trainer Luis Enrique nahm gegenüber dem beeindruckenden 7:0-Auftaktsieg gegen Costa Rica nur eine Änderung vor: Routinier Daniel Carvajal von Real Madrid verteidigte anstelle von Cesar Azpilicueta hinten rechts. Trotz der eindeutigen Voraussetzungen hatte Enrique jedoch durchaus Respekt vor den Deutschen erkennen lassen. „Wenn jemand weiß, wie Wettbewerb geht, dann Deutschland“, hatte der 52-Jährige erklärt.

Zunächst war Spanien klar besser

Ein gewisser Druck war Flicks Spielern bereits vorher genommen worden. Dank des überraschenden 1:0-Erfolgs von Costa Rica gegen Japan war klar: Auch im Fall einer Niederlage kann Deutschland nicht ausscheiden.

In der Anfangsphase entwickelte sich ein einseitiges Spiel: Die Spanier waren nahezu ständig am Ball, die Deutschen bemühten sich, die Räume zuzulaufen. Wenn die DFB-Elf mal, was selten war, im Ballbesitz war, verlor sie das Spielgerät schnell wieder. Bereits nach sieben Minuten gab es die erste gute Möglichkeit, als Marco Asensio für Dani Olmo ablegte – dessen Schuss aus 19 Metern ging durch die Beine von Kehrer und konnte von Manuel Neuer noch so gerade an die Latte gelenkt werden konnte.

Nach einer Viertelstunde gewann das Flick-Team an Sicherheit, stellte sich besser auf das spanische Pressing ein, konnte nun auch eigene Ballbesitzphasen verbuchen. Wichtig dafür war die extrem hohe Laufbereitschaft der Mannschaft. So gelang es, die Spanier auf das eigene Niveau herunterzuziehen – nun pressten auch die Deutschen die Spanier. Die Abwehr stand zudem – bis auf wenige Ausnahmen, wie in der 22. Minute, als Kehrer die rechte Seite für Jordi Alba öffnete, dessen Linksschuss nur knapp am Tor vorbeiging. Doch auch Deutschland deutete nun Torgefahr an: Nach einer Balleroberung von Süle gab es die erste Möglichkeit – allerdings blieb Musiala im Strafraum hängen. Serge Gnabrys zweiter Versuch war dann zu ungenau (25.).

Kehrer als Schwachpunkt

Problematisch blieb allerdings die rechte deutsche Abwehrseite: Kehrer unterliefen mehrfach Stellungsfehler. Die Spanier erkannten diese Schwäche und griffen nun vermehrt über links an.

Ausgerechnet in die Phase, in der die Spanier wieder dominanter zu werden schienen, fiel der deutsche Führungstreffer – so sah es zumindest aus. Nach einer Freistoßflanke von Kimmich stieg Rüdiger zum Kopfball hoch und traf ins Netz – doch der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt (40.).

In der zweiten Hälfte wurden die Deutschen noch entschlossener – doch dann kam der Schock: Jordi Alba tunnelte Kehrer mit einer Flanke, der erst acht Minuten zuvor einwechselte Alvaro Morato war einen Schritt schneller als Süle und traf zum 0:1 (62.) für die Spanier. Wieder einmal hatten die Spieler von Enrique die deutsche Schwachstelle auf der rechten Abwehrseite gnadenlos aufgedeckt.

Füllkrugs verdienter Ausgleich

Flick versuchte jetzt von außen einzuwirken: In der 70. Minute wechselte er dreimal. Er erlöste Kehrer und brachte Lukas Klostermann. Zudem stärkte er die Offensive: Leroy Sané kam für Gündogan und Niklas Füllkrug für den zwar fleißigen, aber ungefährlichen Müller. Deutschland bemühte sich nun, das Tempo noch weiter zu erhöhen – und kam zu Chancen: Nach perfektem Steckpass von Sané übersah Musiala allerdings Füllkrug und scheiterte an Unai Simon.

Doch die Deutschen blieben dran. In der 83. Minute führte der beste Spielzug der gesamten Partie zum verdienten Ausgleich: Raum marschierte die rechte Seite entlang, legte nach innen auf Sané, der passte auf Musiala – der diesmal Füllkrug sah, den Ball weiterleitete. Der Bremer hämmert den Ball zum 1:1 ins Tor.

Es waren vor allem die Einwechselspieler, die Deutschland retteten. Flick sah an diesem Abend, was er für Möglichkeiten hat und darf nun auf einen Sieg im dritten und letzten Vorrundenspiel hoffen – am Donnerstag gegen Costa Rica.

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