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Flick ruft für Deutschland das Schicksalsspiel aus

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Hansi Flick spricht auf einmal ungewohnt Klartext: Der Bundestrainer erklärt das Duell mit Spanien am Sonntag zu einem Schicksalsspiel, bei dem sich die Zugehörigkeit seiner Nationalmannschaft zur Weltspitze entscheidet. Es geht um alles: Ruf, Standing und Zukunft des deutschen Fußballs.

Seit 2016, als die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Frankreich das Halbfinale erreichte, läuft es einfach nicht mehr beim DFB-Team. 2018 gibt’s die Katastrophen-WM in Russland mit dem ersten Vorrundenaus in der Geschichte des Verbands. Anschließend rumpelt die Nationalelf durch die Nations League und WM-Qualifikation (Stichwort: Nordmazedonien), um 2021 bei der Corona-EM ausgerechnet an England schon im Achtelfinale zu scheitern.

Es ist Joachim Löws letzter Einsatz, viele finden das gut. Unter Hansi Flick soll dann alles besser werden. Und der neue Bundestrainer startet auch beeindruckend, gewinnt seine ersten acht Spiele. Doch dann kommt nicht mehr viel Vorzeigbares – und bei der WM in Katar könnte am Sonntag nach dem Duell mit Spanien schon wieder in der Vorrunde Schluss sein. Stünde die deutsche Mannschaft zum zweiten Mal in Folge nicht zu den 16 besten Mannschaften der Welt, gehörte sie dann überhaupt noch zur Weltspitze, wo sie selbst und auch der Rest der Welt sie sehen?

Flick antwortet auf diese Frage bei der Abschluss-Pressekonferenz in Doha mit einer Knallhart-Ansage: „Da müssen wir das Spiel am Sonntag abwarten“, sagt der Bundestrainer und erhöht damit den Druck vor dieser epischen Partie, die sich bereits nach Halbfinale anfühlt, noch ein Stück. „Dann wissen wir mehr.“

Gehört Deutschland noch zu den Großen?

Flick ruft also das Schicksalsspiel aus. Nicht weniger wird die Partie gegen Spanien. Es geht um weit mehr als die Punkte, es geht um den Ruf und das Standing. Die weltweite Anerkennung des deutschen Fußballs. Ja, sogar um die Zukunft und die künftige Ausrichtung des deutschen Fußballs. Wenn die Nationalmannschaft noch zur Weltspitze gehören sollte, muss sie gewinnen. Bei einer Niederlage ist für den Bundestrainer klar: Der DFB muss ab jetzt kleinere Brötchen backen. In einer Riege mit Brasilien, Argentinien, Frankreich oder Spanien – das war einmal.

Flick gibt sich in Doha natürlich gewohnt positiv. „Wir werden eine Mannschaft sehen, die weiß worum es geht“, prophezeit er. „Wir haben unseren Plan und hoffen, dass er morgen aufgeht.“ Man wolle das wegweisende Duell „positiv mit Mut und Glauben“ angehen. Mit seinem Team habe er seit der Pleite gegen Japan die vielen Fehler akribisch aufgearbeitet und werde zusätzlich beim Abschlusstraining erneut am Torabschluss arbeiten. „Die Spieler wollen und können das Gelernte umsetzen, wir sind absolut überzeugt von der Idee, wie wir spielen wollen“, erklärt der Bundestrainer, der sich und sein Team nach der Auftaktniederlage auch selbst hinterfragt haben.

Aus Hansi Flicks Gestik und Mimik lässt sich nie viel herauslesen. Auch diesmal bleibt er äußerlich gelassen und zuversichtlich. Doch der Bundestrainer weiß genau, wie viel auf dem Spiel steht. Das zeigt seine Einschätzung bezüglich der Zugehörigkeit der Weltspitze. Zu der Deutschland vielleicht nur noch bis morgen Abend gehört.

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