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Falscher Ärger über Hazards DFB-Kommentare

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Es scheint, als habe Belgiens Kapitän Eden Hazard die deutschen Fußball-Nationalspieler ein bisschen lächerlich gemacht. Der Star von Real Madrid kommentiert die Protestaktion des DFB-Teams süffisant. Doch das Aufregerzitat ist aus dem Kontext gerissen, die Aufregung falsch.

Belgiens Kapitän Eden Hazard sorgte jüngst mit einem Zitat für Aufsehen, in dem er – so schien es – die Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft verhöhnte. Der Profi von Real Madrid hatte die deutsche Protestaktion vor dem 1:2 gegen Japan kritisiert – auf den ersten Blick. „Es wäre besser gewesen, wenn sie es nicht getan und gewonnen hätten“, sagte der 31 Jahre alte Hazard im Interview mit dem Sender TV 2 nach dem 1:0 Belgiens gegen Kanada. Die deutschen Spieler hatten sich vor ihrem Spiel gegen Japan demonstrativ den Mund zugehalten, nachdem die FIFA Konsequenzen für das Tragen der „One Love“-Kapitänsbinde angekündigt hatte.

Beim ehemaligen deutschen Nationalspieler Thomas Hitzlsperger kamen die Aussagen nicht gut an. „Interessanter Kommentar eines Spielers, der in seinem ersten Spiel nur 60 Minuten durchhielt und von Kanada ausgespielt wurde“, schrieb der 40-Jährige bei Twitter. „Im Moment des Sieges sehen wir oft den wahren Charakter.“ Zahlreiche Medien, auch ntv.de, hatten das Zitat Hazards aufgenommen.

„Wenn ich es mir noch einmal aussuchen könnte …“

Die ganze Wahrheit ist jedoch: Hazard hatte den deutschen Protest gar nicht kritisiert, Hitzlsperger reagierte auf einen aus dem Kontext gerissenen Teil des Interviews Hazards. „Ich fand den Protest gut, aber danach haben sie das Spiel verloren“, hatte Hazard gesagt. Und fuhr mit einem Lachen fort: „Es wäre besser gewesen, wenn sie es nicht getan und gewonnen hätten.“

Hazard wollte die Binde eigentlich auch tragen, nach den Drohungen der FIFA jedoch, wie alle Kapitäne der insgesamt acht an der „One Love“-Kampagne beteiligten europäischen Teams, darauf verzichtet. „Es ist viel gesagt worden. Mir ist nicht wohl dabei, darüber zu reden. Ich bin hier, um Fußball zu spielen. Aber es wurde uns verweigert. Ich wollte das Spiel nicht mit einer Gelben Karte beginnen. Das wäre für den weiteren Verlauf der WM problematisch gewesen, deshalb habe ich mich dagegen entschieden, aber wenn ich es mir noch einmal aussuchen könnte, hätte ich sie wahrscheinlich trotzdem getragen.“

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
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