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Doch noch Weltspitze

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Die deutsche Mannschaft musste gegen Spanien liefern und hat, was die Leistung angeht, ihr Soll erfüllt. Nun muss sie hoffen, dass es nicht vergebens war.

Es lief die 19. Spielminute des DFB-Spiels gegen Spanien, als David Raum auf der linken deutschen Abwehrseite auf Höhe des Sechzehners eine Angriffsaktion von Spaniens Ferran Torres blockte und damit zum Einwurf klärte. Der Leipziger wollte diesen für sich haben, ballte vor Wut die Faust und ließ einen Kampfschrei los.

Diese Szene, fast 20 Minuten nach Anpfiff, beschreibt ganz gut, in welcher Verfassung sich die deutsche Mannschaft vier Tage nach der bitteren Auftaktpleite gegen Japan präsentierte. Die DFB-Elf stand den spanischen Ballkünstlern auf den Füßen, versuchte mit Physis dagegenzuhalten – und überzeugte als Kollektiv.

Erhöhte Konzentration

Es war die erwartete Reaktion, die der Bundestrainer sehen wollte. Und es war ein Zeichen, dass Deutschland doch noch mit der Weltspitze mithalten kann. Dabei war ja schon bei der Auftaktniederlage keinesfalls alles schlecht gewesen. Doch gegen Spanien agierte die deutsche Mannschaft noch mal deutlich geschlossener und kompakter und, der vielleicht wichtigste Punkt, konzentrierter.

Denn die DFB-Elf reduzierte ihre Ballverluste und Ungenauigkeiten auf ein Minimum. Einzig Torhüter Manuel Neuer legte einen ungewöhnlich schwachen Auftritt hin, leistete sich diverse Aussetzer – und konnte sich mehrfach bei seinen Vorderleuten bedanken. Auch wenn man in der 62. Minute durch einen Treffer des eingewechselten Álvaro Morata in Rückstand geriet, war die deutsche Defensivleistung gegen passsichere Spanier positiv hervorzuheben.

Álvaro Morata: Der eingewechselte Spanier jubelt über seinen Treffer zum 1:0. (Quelle: IMAGO/Juanjo Martin)

„Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben gut dagegengehalten, wenig zugelassen. Das Tor ist entstanden durch eine Verlagerung, da können wir einen Tick besser verteidigen, wenn wir Druck auf den Ball bekommen. Daran müssen wir arbeiten“, analysierte Flick den Gegentreffer, der seine Mannschaft aber nicht aus der Ruhe brachte. „Die Mannschaft hat sich nicht unterkriegen lassen und wollte zeigen, dass sie hier etwas holen wollte.“

In der Tat, und das dürfte vielleicht eine der wichtigsten Erkenntnisse für Flick gewesen sein, ließ sich seine Mannschaft vom Rückstand nicht beeindrucken. Im Gegenteil. Die deutsche Mannschaft übernahm mehr und mehr die Kontrolle, woran auch die Personalentscheidungen des Trainers entscheidenden Anteil hatten.

Wechsel zeigen Wirkung

Flick entschied sich nach 70 Minuten für einen Dreifachwechsel. Neben den positionsgetreuen Änderungen Niclas Füllkrug für Thomas Müller sowie Lukas Klostermann für Kehrer brachte er den zuletzt angeschlagenen Leroy Sané für İlkay Gündoğan – ein klares Zeichen für mehr Offensive. Und ein Wechsel, der fruchtete. Insbesondere der quirlige Sané sowie der spätere Torschütze Niclas Füllkrug hatten schon nach wenigen Spielminuten mehr positiven Einfluss auf die Partie als Serge Gnabry und Müller in den 70 Minuten davor. Flick brachte die notwendige Power von der Bank.

Füllkrug sorgte für die nötige Präsenz im Strafraum, die Müller vermissen ließ. Der Bremer holte Freistöße heraus, leitete Bälle weiter und lief immer wieder in die gefährlichen Räume. Dass seinem Tor eine Kombination der Bayern-Spieler Leroy Sané und Jamal Musiala vorangegangen war, kam nicht von ungefähr. Insbesondere Musiala drückte dem Spiel mit seinen Dribblings sowie seiner irrwitzigen Ballkontrolle den Stempel auf, einzig seine vergebene Hundertprozentige (Zitat) legte einen kleinen Schatten auf sein Spiel.

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Jamal Musiala: Der Bayern-Jungstar war unfassbar stark am Ball. (Quelle: IMAGO/Jose Breton)

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