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Brüssel: Heftige Krawalle nach Marokkos Sieg gegen Belgien

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Nach dem Sieg von Marokko gegen Belgien haben marrokanische Fans in Brüssel und weiteren Städten randaliert. Sie setzen ein Auto und Mülleimer in Brand und griffen die Polizei an. Der Bürgermeister warnte vor Besuchen des Stadtzentrums.

Nach dem überraschenden 2:0 Sieg von Marokko gegen Belgien bei der Weltmeisterschaft in Katar ist es in mehreren belgischen Städten zu Ausschreitungen gekommen. Im Zentrum der Hauptstadt Brüssel randalierten nach Angaben der Polizei Dutzende Menschen und griffen Polizisten an, die Wasserwerfer und Tränengas einsetzten. Krawalle gab es auch in Lüttich und Antwerpen sowie in den Niederlanden.

Die Randalierer zerstörten Schaufenster und zündeten ein Auto und Mülleimer an. Elf Menschen wurden laut Polizei in Brüssel festgenommen, eine Person wurde in Gewahrsam genommen. Am frühen Abend kehrte demnach wieder Ruhe ein.

„Die Situation normalisiert sich“, schrieb Brüssels Bürgermeister Philippe Close auf Twitter. Er verurteilte „die Zwischenfälle dieses Nachmittags auf das Schärfste“. Die Polizei sei bereits entschlossen eingeschritten. Er habe die Polizei angewiesen, die Unruhestifter festzunehmen.

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Zu den Ausschreitungen kam es am Rande von spontanen Zusammenkünften marokkanischer Fußballfans, die Fahnen schwenkten und friedlich Feuerwerk zündeten, während viele Autofahrer hupten. In Videos, die in sozialen Netzwerken kursieren und Teile der Ausschreitungen zeigen, sind mehrere Menschen mit Marokko-Fanutensilien zu sehen.

Fans griffen Polizisten mit Pyrotechnik, Wurfgeschossen und Stöcken an

Bereits vor dem Abpfiff des Spiels hätten „Dutzende Menschen“ die Auseinandersetzung mit der Polizei gesucht, einige von ihnen vermummt, und somit die öffentliche Sicherheit gefährdet, teilte die Brüsseler Polizei mit. Einige Fans hätten Pyrotechnik, Wurfgeschosse und Stöcke eingesetzt. Zudem habe es ein Feuer und eine zerstörte Ampel gegeben. Ein Journalist sei „durch Feuerwerkskörper im Gesicht verletzt worden“.

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Die Polizei setzte daraufhin einen Wasserwerfer und Tränengas ein. Rund 100 Polizisten mit Wasserwerfern mussten gegen Fans vorgehen, die Stadtmobiliar zerstörten und die Beamten mit Gegenständen bewarfen. Bewohner der Stadt wurden aufgefordert, bestimmte Gebiete zu meiden. Metrostationen und Straßenbahnen wurden geschlossen und Straßen gesperrt, um eine Ausbreitung der Ausschreitungen zu verhindern.

Im ostbelgischen Lüttich attackierten rund 50 Menschen eine Polizeiwache, schlugen Fenster ein und beschädigten zwei Poizeifahrzeuge. Die Sicherheitskräfte setzten daraufhin einen Wasserwerfer ein. Auch Schaufenster von Geschäften und eine Bushaltestelle wurden zerstört. In Antwerpen wurden rund zehn Menschen nach ähnlichen Zwischenfällen festgenommen.

Belgiens Premier Alexander De Croo kritisierte die Gewalt. Er sagte nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga: „Fußball muss ein Fest sein.“

Auch in den Niederlanden kam es zu Unruhen – unter anderem in Rotterdam, Amsterdam und Den Haag, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Die Polizei schätzte die Gruppe der Unruhestifter in Rotterdam den Angaben zufolge auf 500 Menschen. Es seien Feuerwerkskörper und Glas auf die Polizei geworfen worden.

Belgiens hochgelobtes Starensemble hatte gegen Marokko die erste WM-Vorrundenniederlage seit 28 Jahren kassiert. Der WM-Dritte von 2018 ist bei der WM in Katar nur noch ein Schatten vergangener Turniere und muss nach dem erneut enttäuschenden Auftritt gegen den Außenseiter sogar um den Einzug ins Achtelfinale bangen.

Belgien lieferte träge und uninspirierte Vorstellung ab

Anders als noch bei ihrem schmeichelhaften Auftaktsieg gegen Kanada wurden die Belgier, die zuvor letztmals 1994 beim 0:1 gegen Saudi-Arabien eine Niederlage in der WM-Gruppenphase kassiert hatten, diesmal für eine träge und uninspirierte Vorstellung auch bestraft. Ein Freistoßtor des ehemaligen deutschen U21-Nationalspielers Abdelhamid Sabiri in der 73. Minute und ein später Treffer von Zakaria Aboukhlal (90.+2) besiegelten die Pleite des Turnier-Mitfavoriten und bescherten den Nordafrikanern den erst dritten Sieg bei einer WM-Endrunde.

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