Neueste Nachrichten und Updates

Argentiniens schwacher Auftritt entsetzt Experten

0 9

Lionel Messi hält mit einem magischen Moment die Hoffnungen Argentiniens auf den Achtelfinal-Einzug bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar am Leben. Nach dem Schock zum Auftakt gegen Saudi-Arabien zittert der Titelfavorit gegen Mexiko lange. Die Experten sind enttäuscht.

Durch ein 2:0 (0:0) gegen Mexiko hat sich Argentinien die Hoffnung auf den Achtelfinal-Einzug bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar zurück erkämpft. Nach der blamablen Auftaktvorstellung, die mit einem 1:2 gegen Saudi-Arabien endete, hatte sich große Angst vor der ultimativen Schmach für den Titelfavoriten breitgemacht. Und die Sorge, dass der Erbe Maradonas mit einer großen Demütigung von der WM-Bühne abtreten muss: Lionel Messi, der Superstar, bei seiner fünften und letzten Weltmeisterschaft in der Vorrunde raus? Eine absurde, eine furchtbare Vorstellung. Gegen Mexiko sorgte Messi nun persönlich dafür, dass die Angst etwas kleiner geworden ist. Es herrscht sogar wieder so etwas wie Euphorie, auch wenn der zweifache Weltmeister im Gruppenfinale gegen Robert Lewandowskis Polen unbedingt punkten muss, um weiterzukommen.

In Argentinien atmen sie nach dem 2:0 gegen Mexiko also erstmal auf, die Experten dagegen waren einigermaßen entsetzt vom Auftritt der Albiceleste: „Sie sind erleichtert und haben das Spiel gewonnen, aber das war schwach und enttäuschend. Spielerisch und vom Tempo her war das nichts, das war nullkommanull. Sie müssen sich mal wieder bei Messi bedanken“, sagte Sami Khedira hinterher in der ARD. „Auf der Tribüne war das heute Weltklasse. Auf dem Rasen leider nicht.“ 63 Minuten lang hatten sich beide Teams aneinander abgearbeitet, ohne große spielerische Momente zu schaffen.

„Das ist so schlecht“

Auch Messi schaffte unter den Augen von knapp 90.000 Zuschauern im Lausail Stadion nicht, dem Spiel einen Hauch von Klasse zu verschaffen. Einen Freistoß aus aussichtsreicher Positionen schlenzte er meterweit übers Tor. Erst in der 64. Minute sorgte er dann durch einen großen Moment für Ekstase bei der hellblau-weißen Übermacht unter den Fans: Einmal entledigte er sich mit einer schnellen Bewegung seinem Bewacher Héctor Herrera und nutzte den kleinen Raumvorteil für einen platzierten Schuss in die lange Ecke und direkt ins Herz Mexikos. Es war einer von nur fünf Torschüssen, die die Mannschaft zustande brachte – immerhin einer mehr als die unterlegenen Mexikaner, die durch die Niederlage das Aus nur noch rechnerisch abwenden können.

Erst nach dem 1:0 kam Argentinien etwas besser ins Spiel. Aber „bis zum 1:0 war da keine Bewegung. Es war gefühlt ein bisschen Zirkus, jeder wollte den Ball in den Fuß haben, keiner hat investiert und dadurch hast du auch keine Chance. Inhaltlich war das nichts, gar nichts“, schimpfte Khedira. Manchester Uniteds Legende Roy Keane sah die Argentinier sogar zweitklassig: „Das ist so schlecht. Es ist, als würde man einem Team aus der Championship zusehen“, zeigte sich Keane in der Halbzeit bei „ITV Football“ entsetzt von der Vorstellung Argentiniens. Bastian Schweinsteiger fand „das Spiel ganz, ganz schlecht“, sagte er in der ARD. „Aus Argentiniens Sicht war das ideenlos. Am Ende des Tages hat ein Magic Moment alles entschieden. Das sind halt die großen Spieler, die aus dem nichts ein Tor erzielen und ein Spiel entscheiden zu können.“

Messi selbst pflichtete den Experten sogar bei: „Es war ein sehr schwieriges Spiel, wir sind sehr schwer reingekommen. In der ersten Halbzeit haben wir nicht so gespielt, wie wir spielen sollten“, sagte der 35-Jährige und schob eine Erklärung für den fahrigen, statischen Auftritt seiner Mannschaft hinterher: „Wir sind immernoch ein bisschen nervös wegen des ersten Spiels. Viele Jungs sind zum ersten Mal bei der WM dabei.“ Nun geht es für seine Argentinier am Mittwoch (20 Uhr/ ARD, MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) gegen Polen, eine Niederlage würde trotz des hart erarbeiteten Erfolges gegen Mexiko das Aus bedeuten. Aber Messi ist sich sicher: „Wir werden liefern. Wir werden keinen Rückzieher und keinen Fehler machen.“ Für den ehemaligen Nationalspieler Thomas Hitzlsperger ist Argentinien allerdings erstmal „weit davon entfernt, der Titelfavorit zu sein“.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie dies wünschen. Annehmen Weiterlesen

Datenschutz- und Cookie-Richtlinie