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So finanziert sich die „Letzte Generation“

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Mehrere Aktivisten blockierten den Hauptstadt-Flughafen – nach eigenen Angaben im Namen des Klimaschutzes. Ein Blick hinter die Kulissen der „Letzten Generation“.

Das Wichtigste im Überblick


Klimaaktivisten kleben sich am Berliner Flughafen BER fest, fahren mit Fahrrädern über das Gelände, der Flugverkehr muss gestoppt werden. Die Aktion der „Letzten Generation“ zieht harsche Kritik auf sich – und es ist nicht das erste Mal, dass die Debatte um die Proteste der Gruppe hochkocht. Vor allem nach dem Tod einer Radfahrerin infolge eines Unfalls, bei dem ein durch eine Straßenblockade verursachter Stau ein Feuerwehrfahrzeug behindert hatte, waren die Aktionen der Gruppe schon einmal in aller Munde.

Die radikalen Klimaschützer sorgen seit Jahresbeginn mit Blockadeaktionen und Sachbeschädigung bundesweit für Aufmerksamkeit. Daher lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen: Wie organisiert sich die Gruppe, wer finanziert sie und was planen die Aktivistinnen und Aktivisten als Nächstes?

Wer ist die „Letzte Generation“?

Demonstrieren reicht ihnen nicht. Wer sich beim „Aufstand der letzten Generation“, kurz der „Letzten Generation“, engagiert, will aktiv Widerstand leisten. Die Wut der Gruppe richtet sich gegen die Klimapolitik der Bundesregierung, die sie als viel zu lasch wahrnimmt. „Wir tun das nicht gerne. Doch wir sehen diesen zivilen Widerstand als unsere beste Chance, auf unserem zerstörerischen Kurs die notwendige Umkehr zu bewirken“, schreiben die Aktivistinnen und Aktivisten auf ihrer Webseite und bitten: „Schließ dich uns an!“

Diesem Ruf folgen inzwischen nicht nur junge Erwachsene. Bei vielen Aktionen sind auch deutlich ältere Personen dabei, darunter Mütter und Rentner.

Viele von ihnen betonen ihre Bereitschaft, in Konsequenz ihrer teils strafbaren Handlungen Geldstrafen zu zahlen oder ins Gefängnis zu gehen. Bundesjustizminister Marco Buschmann schrieb am Freitag in einem Tweet, dass die Flughafen-Aktion der „Letzten Generation“ durchaus strafrechtlich relevant sein könnte.

Das Brandenburger Polizeipräsidium teilte noch am Donnerstag mit, gegen die Aktivisten werde Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung erstattet.

In Bayern fand das dortige Polizeiaufgabengesetz bereits Anwendung gegen die Teilnehmer der Klimaproteste. Bis zu zwei Monate können Bürger in dem Bundesland ohne Prozess festgehalten werden, um eine schwere Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat zu verhindern. Die Maßnahme ist heiß umstritten.

Wie ist die Gruppe organisiert?

Ähnlich wie die von Greta Thunberg gegründete Bewegung Fridays for Future ist auch die „Letzte Generation“ kein völlig loses Kollektiv. Die Gruppe gibt an, bundesweit in Ortsgruppen organisiert zu sein. In öffentlichen Vorträgen informieren die Mitglieder über ihre Ziele und Methoden und vermitteln Strategien für „gewaltfreie Widerstandsaktionen“ in Aktionstrainings.

Interessierte, die sich bei den Koordinatoren melden, müssen in einem Anmeldeformular angeben, ob sie gewillt sind, ins Gefängnis zu gehen, sich einmalig festnehmen zu lassen, noch unsicher oder dafür „noch nicht bereit“ sind. Wer sich nicht an Aktionen in Museen, auf Straßen oder Flughäfen beteiligen will, könne der „Letzten Generation“ unter anderem mit Fundraising, Kinderbetreuung oder Unterkünften in Berlin aushelfen.

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