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Psychologische Angebote fehlen: Ethikrat warnt vor Benachteiligung junger Menschen

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Sowohl die Coronakrise als auch der Ukraine-Krieg bereiten vielen Menschen große Sorgen. Während der Pandemie mündeten diese nicht selten in Depressionen. Vor allem die junge Generation drohe dabei in Vergessenheit zu geraten, warnt der Ethikrat.

Der Deutsche Ethikrat fordert als Lehre aus schweren Belastungen in der Corona-Pandemie ein deutlich größeres Augenmerk auf die Belange junger Menschen in gesellschaftlichen Krisen. Die Vorsitzende Alena Buyx sagte in Berlin, es sollte eine Regel sein: „Wie schützen wir die jungen Generationen, und wie können wir dafür sorgen, dass wir ihnen nicht zu viel aufbürden.“ Dies betreffe angesichts sich „stapelnder“ Krisen mit dem Ukraine-Krieg, Inflation und Klimaveränderung nicht allein die Gesundheitspolitik.

Buyx erläuterte, jüngere Generationen seien inzwischen Minderheiten in der Gesellschaft geworden. Dies führe zu der Gefahr, dass sie bei der Krisenbewältigung ins Hintertreffen gerate. „Das darf nicht passieren.“ Konkret könne dies beispielsweise auch Vorhaben des Wirtschafts- oder Umweltministeriums betreffen. Mit Blick auf die Solidarität junger Menschen in der Corona-Krise sagte Buyx: „Wir schulden als Gesellschaft Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht nur Dank und Respekt, sondern konkretes Handeln.“

Depressionen und Angst durch Corona

Der Ethikrat als beratendes Gremium fordert in seiner Empfehlung unter anderem einen flächendeckenden Ausbau psychologischer und anderer Hilfsangebote. Buyx wies erneut darauf hin, es sei nicht ausreichend gewürdigt worden, welchen Belastungen junge Menschen ausgesetzt gewesen seien – durch die Pandemie als existenzielle Erfahrung einer langgezogenen, bedrohlichen Krise an sich, aber auch durch Eindämmungsmaßnahmen. Jüngere, die dadurch selbst in Notlagen gerieten, hätten nicht zuverlässig die erforderliche Beachtung und Unterstützung erhalten.

Allein die Corona-Pandemie hatte große Auswirkungen auf die Psyche von vielen Menschen aller Altersgruppen. Zwischen Dezember 2020 und Juni 2021 befragte das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV mehr als 1500 Beschäftigte aus öffentlichem Dienst, Finanzsektor, Einzelhandel, öffentlichem Personennahverkehr und der Industrie zu dem Thema.

Laut der Studie gaben sechs Prozent der Befragten an, in der ersten Welle der Corona-Pandemie unter schweren Symptomen von Depression oder Angst gelitten zu haben. Gar 16 Prozent gaben an, dass die Symptome bei Ihnen beträchtlich waren. Beide Anteile verdoppelten sich der Studie zufolge nahezu in der zweiten und dritten Corona-Welle.

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