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Neustart mit mehr Schlagkraft: „Letzte Generation“ unterbricht Proteste

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Die Aktionen der „Letzten Generation“ schlagen derzeit hohe Wellen. Nun wollen die Klimaaktivisten Politik und Gesellschaft eine Verschnaufpause gönnen. Vorbei sei ihr Protest aber noch lange nicht, heißt es.

Die Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ werden eigenen Angaben zufolge bis zum Ende der kommenden Woche keine Protestaktionen in Berlin und München mehr absolvieren. Wie die Gruppe mitteilte, hofft sie auf Taten in der letzten Sitzungswoche des Bundestags im laufenden Jahr. Allerdings kommt der Bundestag nicht nur in der kommenden, sondern auch noch in der Woche vom 12. bis 16. Dezember zusammen.

Gleichzeitig warnte die Gruppe vor einem Neustart der Proteste mit mehr Schlagkraft. Man werde die Zeit nutzen, um „die vielen Menschen, die sich der Bewegung aktuell anschließen, ordentlich zu trainieren und einzubinden, um mit noch mehr Menschen wiederzukommen“. Die Bundesregierung könne im Kampf gegen den Klimawandel noch handeln. „Es ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens, und wir dürfen nur inständig hoffen, dass sie ihrer Verantwortung noch gerecht wird“, hieß es in der Mitteilung.

Die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ waren zuletzt heftig in die Kritik geraten, nachdem einige von ihnen am Hauptstadtflughafen BER den Flugbetrieb lahmgelegt hatten. Die Aktivisten kletterten dazu durch den Sicherheitszaun und gingen auf das Flughafengelände. Zahlreiche Politiker forderten Konsequenzen bis hin zur Ausweitung des Präventivgewahrsams im Bundespolizeigesetz. „Ich denke, wir alle – Gesellschaft und Politik – können eine Verschnaufpause gut gebrauchen, um die erhitzten Gemüter etwas zu beruhigen“, wurde „Letzte Generation“-Sprecherin Aimée van Baalen zitiert.

Eskalation, „immer skrupellosere“ Aktionen, „vollkommen inakzeptabel“ – die Verurteilung der Aktivisten kann von manchen Politikerinnen und Politikern drastischer kaum mehr formuliert werden. „Eine Radikalisierung sehe ich nicht, gerade im Vergleich auch zu anderen Protesten wie die Anti-Atomkraft-Bewegung oder die Friedensbewegung in den 70ern“, sagte dagegen die Soziologin Lena Herbers von der Universität Freiburg. Sie bezeichnete die Proteste als „überschaubare Gesetzesübertritte, bewusste punktuelle Rechtsbrüche“. Die Gruppe bewege sich in einem demokratischen Rahmen, akzeptiere im Kern das System und letztlich auch die Strafen gegen sie.

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