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Neunter Jahrestag der Annexion: Putin stattet Krim überraschend Besuch ab

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Hier kann er hinreisen, ohne eine Verhaftung wegen Kriegsverbrechen zu fürchten: Russlands Präsident Putin besucht die Halbinsel Krim, um den neunten Jahrestag der Annexion zu feiern. Der von ihm eingesetzte Gouverneur von Sewastopol ist entzückt. Auch die „Nachtwölfe“ sind am Start.

Kremlchef Wladimir Putin ist zum neunten Jahrestag der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland zu einem Überraschungsbesuch auf der Halbinsel eingetroffen. „Unser Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin hat es drauf zu überraschen“, schrieb der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Hafenstadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, auf seinem Telegram-Kanal.

Das Staatsfernsehen verbreitete Bilder, auf denen der Kremlchef bei der Eröffnung einer Kunstschule für Kinder in Sewastopol zu sehen ist. Außerdem besichtige Putin auch ein Kinderferienlager, das an der Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Chersones auf dem heutigen Stadtgebiet von Sewastopol liegt und Kindern Geschichte näherbringen soll.

Es ist der erste Besuch des russischen Präsidenten auf der Krim zum Jahrestag der Annexion seit 2020. Damals überreichte er den Bauarbeitern der Krim-Brücke, die vom russischen Festland auf die annektierte Halbinsel führt, Orden. 2021 und 2022 beging Putin die Feierlichkeiten in Moskau auf einem Großkonzert. Das letzte Mal auf der Krim war Putin nach Medienangaben im Juli 2020. Seit Beginn des von ihm befohlenen Angriffskriegs gegen die Ukraine meidet der russische Präsident allgemein frontnahe Gebiete. Ende 2022 testete er immerhin die Befahrbarkeit der Krim-Brücke, die durch einen Anschlag im Herbst schwer beschädigt wurde.

86 Prozent der Russen befürworten angeblich Annexion

Anlässlich des neunten Annexions-Jahrestags finden heute in ganz Russland und in besetzten Gebieten der Ukraine Festveranstaltungen statt. „Heute sagen wir unserem Präsidenten für seine Entscheidung Danke, den Krim-Bewohnern für ihre Geschlossenheit und ihren Willen und allen Russen dafür, dass sie uns damals unterstützt haben“, schrieb der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Krim, Sergej Aksjonow, auf seinem Telegram-Kanal.

Besonders rege sind die Aktivitäten auf der Halbinsel selbst. Dort startete eine patriotisch aufgeladene Auto- und Motorrad-Rallye mit dem kremlnahen Biker-Klub „Nachtwölfe“. Daneben sind auf der Halbinsel eine Reihe von patriotischen Konzerten geplant. In der russischen Hauptstadt Moskau wurden im Stadtzentrum zwei Jahrmärkte zu dem Thema „Wiedervereinigung“ aufgebaut. Das alljährliche Großkonzert im Moskauer Luschniki-Stadion, an dem sonst auch Putin teilnahm, wurde aber in diesem Jahr abgesagt. Eine offizielle Begründung gibt es nicht. In den Medien mehrten sich Spekulationen über Angst vor einem Terroranschlag.

Die kremlnahe Tageszeitung „Iswestija“ veröffentlichte zum Jahrestag eine Umfrage, wonach 86 Prozent der Russen die Annexion der Krim weiter befürworten. Russland entriss der Ukraine die Halbinsel 2014. International wird die Annexion als Völkerrechtsbruch verurteilt.

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