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Neue Offensive im Frühjahr?: Bericht: Kreml nimmt Tod von 100.000 Mobilisierten in Kauf

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Russland nimmt bei seiner Invasion in die Ukraine keine Rücksicht auf Verluste. Laut einem Medienbericht plant die militärische Führung in Moskau einen Krieg, der noch über Jahre andauern wird. Dabei soll sie Hunderttausende schlecht ausgebildete Reservisten mutwillig in den Tod schicken.

Um den Krieg gegen die Ukraine fortzuführen, kalkuliert der Kreml einem Bericht zufolge mit 100.000 weiteren getöteten Reservisten. Wie berichtet das investigative russische Online-Magazin „Important Stories“ berichtet, sollen mobilisierte Streitkräfte an der Front gezielt als Kanonenfutter eingesetzt werden, bevor eine neue Offensive gestartet werden kann. Demnach plane die russische Militärführung einen über weitere Jahre andauernden Krieg.

Das Portal beruft sich auf zwei Informanten, die jeweils dem Inlandsgeheimdienst FSB sowie dem russischen Generalstab nahestehen sollen. Ihren Angaben zufolge prognostiziert die Armeeführung, dass bis zum Sommer des kommenden Jahres insgesamt 100.000 Reservisten fallen könnten, die Putin jüngst für den Krieg mobilisieren ließ. Eine neue Offensive, in der Wehrpflichtige zum Einsatz kommen sollen, sei ab Frühjahr 2023 geplant. Zudem halte Putin an seinen Plänen fest, die ukrainische Hauptstadt Kiew einzunehmen.

Die etwa 300.000 Männer, die im Zuge der Teilmobilisierung Ende September aus ihrer russischen Heimat in die Ukraine geschickt wurden, sind kaum auf ihren Kampfeinsatz vorbereitet worden, wie mehrere Quellen seit Monaten berichten. Tatsächlich rechnet laut Bericht offenbar niemand damit, dass sie im Gefecht lange überleben werden. „Ganz allgemein lautet der Plan etwa so: Zeit gewinnen und mit Hilfe der Mobilisierten die Front stabilisieren. Und dann im Frühjahr wieder von vorne beginnen“, sagte eine der beiden Quellen laut „Important Stories“.

Wehrpflichtige ab 2023 einsatzbereit

Nach ihren Angaben ist sich sowohl die politische als auch die militärische Führung Russlands darüber bewusst, dass ein solcher Plan schwere Verluste impliziert. „Bis zum Frühjahr nächsten Jahres könnte die Zahl an Toten und Verwundeten etwa 100.000 betragen“, wird die Person weiter zitiert. Das schrecke jedoch niemanden ab, da die Gefallenen durch Wehrpflichtige ersetzt würden.

Diese Information sei von einer mit dem Generalstab in Kontakt stehenden Quelle bestätigt worden. „Jetzt geht es darum, die Frontlinie abzudichten und zu sichern.“ Die teilweise kilometerlangen Abstände zwischen den einzelnen Bataillonen müssten zunächst die Mobilisierten füllen. Bis zum Frühjahr nächsten Jahres plane das russische Verteidigungsministerium die Ausbildung von 120.000 Wehrpflichtigen, die in die Ukraine geschickt werden können, um dann die erwarteten Verluste unter den Mobilisierten auszugleichen.

„Sie werden alle dort sterben“

Die US-amerikanische Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) analysierte bereits Ende Oktober, dass Russland im kommenden Jahr Wehrpflichtige in der Ukraine einsetzen werde. Bis Mai 2023 sollen die Männer, die im Herbst rekrutiert wurden, eine sechsmonatige Ausbildung absolviert haben und in großer Zahl eingesetzt werden können.

Vor der Tatsache, dass Mobilisierte ohne militärisches Training zu hohen Verlusten an der Front führen, warnen nicht nur Experten, sondern auch russische Berufssoldaten. „Dies ist eine unvorbereitete Armee!“, zitierte das russische Online-Portal „Meduza“ einen Vertragssoldaten. Auch er sagte, dass die Überlebenschancen der Reservisten sehr gering seien, da sie teilweise nur eine Woche ausgebildet worden seien.

Während des Krieges, der seit fast zwei Jahren andauert, erlitt Russland in den Regionen Charkiw, Lyman und Kiew schwere Niederlagen. Erst vor wenigen Wochen mussten sich die Truppen des Kremls aus dem strategisch wichtigen Gebiet Cherson zurückziehen. Nach Angaben des US-Armeegenerals Mark Milley wurden seit Kriegsbeginn bis Anfang November dieses Jahres mehr als 100.000 russische Streitkräfte getötet oder verletzt. Gleiches gelte „wahrscheinlich für die ukrainische Seite“, so Milley.

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