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Friedensmission geplant: Papst macht Kardinal zum Ukraine-Beauftragten

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Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine bietet sich der Papst als Vermittler an. Nun ernennt Franziskus einen Sonderbeauftragten. Von einer Mission, „die dazu beitragen kann, den Konflikt in der Ukraine zu entspannen“, ist die Rede. Art und Weise sowie der Zeitpunkt dieser Mission sind aber noch unklar.

Papst Franziskus hat den italienischen Kardinal Matteo Maria Zuppi zum Sonderbeauftragten des Vatikans für den Ukraine-Krieg ernannt. Der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz – zugleich Erzbischof von Bologna – solle „eine Mission leiten, die dazu beitragen soll, den Konflikt in der Ukraine zu entspannen“, teilte ein Vatikan-Sprecher mit. Der Zeitpunkt einer solchen Mission sowie deren Art und Weise würden derzeit noch geprüft.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat immer wieder eine Friedenslösung in dem schon 15 Monate dauernden Krieg angemahnt. In der Mitteilung des Vatikans hieß es, Franziskus habe nie die Hoffnung aufgegeben, dass eine solche Mission den Weg des Friedens einleiten könne. Der Pontifex hatte in der Vergangenheit vage angedeutet, dass der Vatikan an einer Friedensinitiative beteiligt sei. Auch auf dem Rückflug von einer Ungarn-Reise Ende April erwähnte Franziskus eine solche Mission.

Der Heilige Stuhl hat sich seit Kriegsbeginn im Februar vergangenen Jahres immer wieder als Vermittler angeboten. Selenskyj, der den Papst vergangene Woche in Rom getroffen hatte, hält Bemühungen des Vatikans für einen Friedensdialog mit Russland allerdings für wenig erfolgversprechend. „Bei allem Respekt für den Papst: Die Sache ist die, dass wir keine Vermittler brauchen zwischen der Ukraine und dem Aggressor, der unsere Gebiete besetzt hat, sondern einen Aktionsplan für einen gerechten Frieden in der Ukraine“, hatte Selenskyj nach seinem persönlichen Gespräch mit Franziskus in einem Interview in Italien gesagt.

Die Vergangenheit habe Selenskyj zufolge gezeigt, dass man mit Russlands Präsident Wladimir Putin nicht vermitteln könne. „Kein Land der Welt kann das tun“, fügte Selenskyj hinzu. Er erinnerte an das sogenannte Minsker Abkommen von 2014 zum Ende der Gewalt in der Ostukraine. Dieses habe jahrelang nichts gebracht, sagte Selenskyj – und am Ende stand dann der Angriff von Moskau auf die Ukraine.

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