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Zornesfalte: So werden Sie sie los

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Ist eine Zornesfalte erst mal da, bringt Cremen wenig. Was Sie gegen die lästige Furche tun können, um wieder freundlicher auszusehen.

Das Wichtigste im Überblick


Die Zornesfalte zwischen den Augenbrauen zeigt sich oft schon in jungen Jahren. Wie stark die Falte ausgeprägt ist, hängt vor allem davon ab, wie stark die Gesichtsmuskulatur beansprucht wird.

Woher kommt die Zornesfalte?

Die Zornesfalte, medizinisch Glabellafalte, ist eine Mimikfalte. Sie zeigt sich in Form von mehr oder weniger stark ausgeprägten Furchen zwischen den Augenbrauen. Wie auffällig die Zornesfalte ist, hängt davon ab, wie ausgeprägt die Mimik ist. Dabei spielt es nicht nur eine Rolle, wie oft der Blick grimmig, wütend oder sorgenvoll ist. Auch Konzentration und schlechte Augen graben Zornesfalten mit den Jahren in die Stirn. Sind die Augen angestrengt, ziehen wir die Augenbrauen unbewusst zusammen, um die Augen zu entlasten. Verliert die Haut mit zunehmendem Alter an Elastizität, bleibt die Zornesfalte schließlich auch dann bestehen, wenn die Muskeln wieder entspannt sind.

Genetische Faktoren fließen bei der Entwicklung der Zornesfalte ebenfalls mit ein. Ist bei nahen Angehörigen wie den Eltern oder Geschwistern die Falte deutlich sichtbar, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich auch auf der eigenen Stirn eine ausgeprägte Zornesfalte bildet.

Was hilft gegen Zornesfalten?

„Mit Cremen kommen Sie bei ausgeprägten Zornesfalten nicht weiter“, weiß Dr. Sema Seker, Ärztin für ästhetische Medizin. „Mit Cremes können Sie die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und dadurch etwas aufpolstern. Feine Linien werden so möglicherweise etwas unauffälliger. Falten vorbeugen oder gar weglöschen können Sie mit Cremes nicht. Für die Behandlung von Zornesfalten ist Botox das Mittel der Wahl. Je früher Sie mit der Behandlung beginnen, desto besser sind die Ergebnisse.“

Was macht Botox?

Botox versetzt die Gesichtsmuskeln im Bereich der Zornesfalte in den Entspannungszustand. Sind die Muskeln entspannt, kann sich auch die Haut glätten. Heißt aber auch: Man kann die Augenbrauen nicht mehr zusammenziehen. Das muss man wissen, bevor man sich für die Botox-Behandlung entscheidet. Ein „Maskeneffekt“ droht Seker zufolge nur dann, wenn zu viel Botox an den falschen Stellen gespritzt wird.

Botox gegen Zornesfalte: Wie riskant ist das?

In der Praxis der Ärztin ist die Behandlung der Zornesfalte eine der am häufigsten angefragten Behandlungen. Der Frauenanteil liegt bei 80 Prozent, der Männeranteil bei 20. „Die Botox-Behandlung ist für Patienten ungefährlich, wenn sie durch professionelle Hand erfolgt. Zwar können nach der Behandlung kurzfristig Schwellungen und kleine Hämatome entstehen, doch diese verschwinden rasch wieder“, erklärt Seker. Außerdem hat die Botox-Therapie den Vorteil, dass der Eingriff umkehrbar ist. Die Mimik wird nicht dauerhaft verändert. Lässt die Wirkung des Mittels nach, ist die Mimik wieder wie zuvor.

Zornesfalte? Vorsicht mit Hyaluronsäure

Bei der Anwendung von Hyaluronsäure bei Zornesfalten hingegen ist Vorsicht geboten. Die Ärztin für ästhetische Medizin rät, die Behandlung der Zornesfalte mit Hyaluron nur von entsprechend ausgebildeten Ärzten durchführen zu lassen. „Die Stirn ist eine sogenannte ‚High Risk Area‘. Dort verlaufen eine Menge Gefäße. Wird hier ein Gefäß verletzt und mit dem gelartigen Material gefüllt, kann das gefährlich werden. Unter anderem besteht das Risiko eines Hautinfarktes. Werden Gefäße in Mitleidenschaft gezogen, welche die Netzhaut des Auges versorgen, droht im schlimmsten Fall Erblindung“, warnt Seker.

Und nicht nur das: Hyaluronsäure sei bei der Zornesfalte nur in Kombination mit Botox wirksam, da sie die Haut zwar aufpolstere, nicht aber den Muskel entspanne. Laut der Ärztin sollte Hyaluronsäure, wenn überhaupt, nur bei sehr stark ausgeprägten Zornesfalten als Ergänzung zur Botox-Therapie Einsatz finden.

Zornesfalte behandeln – wie lange wirkt Botox?

Die Behandlung der Zornesfalte muss zu Beginn meist in einem Abstand von drei Monaten wiederholt werden, um den glättenden Effekt zu erhalten. Später reicht meist eine Behandlung im sechsmonatigen Rhythmus aus. „Der Muskel wird mit der Zeit schwächer. Daher hält die Wirkung später länger an als zu Beginn der Behandlung“, erklärt Seker. Die Kosten einer Botox-Behandlung betragen pro Sitzung zwischen 170 und 200 Euro.

Zornesfalten wegspritzen: Tut das weh?

Laut Seker ist das Spritzen ungefähr mit einem Bienenstich vergleichbar. Wie intensiv der Patient das Spritzen empfindet, hängt aber auch vom persönlichen Schmerzempfinden ab. Die Behandlung selbst dauert meist nur wenige Minuten. Dass es dabei manchmal seltsam knirscht, ist normal: „Die Knirschgeräusche entstehen, wenn die Nadel in den Muskel eindringt. Das muss der Patient vorher wissen, damit er nicht erschreckt oder denkt, er werde verletzt“, sagt Seker. Nach der Behandlung dauert es etwa 30 Minuten, bis die Stichstellen nicht mehr sichtbar und die kleinen Schwellungen abgeklungen sind. Treten Rötungen auf, können diese mit Make-up abgedeckt werden.

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