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Wann beginnt eigentlich die Advenszeit? Ursprung, Bedeutung & Bräuche

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Wie lang ist die Adventszeit? Diese Frage wurde im Mittelalter intensiv diskutiert. Bis im damaligen Kloster Limburg eine weitreichende Entscheidung getroffen wurde.

Das Wichtigste im Überblick


In den Adventswochen stimmen sich die Menschen auf das Weihnachtsfest ein. Es ist die Zeit der Weihnachtsmärkte, mit Lichterketten geschmückte Einkaufsstraßen locken zum Kauf von Geschenken. Ursprünglich hatte der Advent aber den Charakter einer Buß- und Fastenzeit.

Wann ist der 1., 2., 3. und 4. Advent?

Die Adventszeit ist unterschiedlich lang und kann zwischen 22 und 28 Tagen variieren, da der Beginn der Adventszeit nicht in jedem Jahr auf das gleiche Datum fällt. Das hängt damit zusammen, dass Weihnachten nicht immer am gleichen Wochentag ist.

So berechnet sich der Termin: Die Adventszeit hat vier Sonntage und beginnt immer am vierten Sonntag vor dem 25. Dezember, den die Kirche schon im vierten Jahrhundert als Datum der Geburt Jesu Christi festgesetzt hat.

Fällt Heiligabend aber auf einen Sonntag, ist er damit gleichzeitig der vierte Advent. In diesem Jahr beginnt die Adventszeit beispielsweise am 27. November. Alle weiteren Termine der nächsten Jahre können Sie der Tabelle entnehmen.

2022 2023 2024
1. Advent 27. November 3. Dezember 1. Dezember
2. Advent 4. Dezember 10. Dezember 8. Dezember
3. Advent 11. Dezember 17. Dezember 15. Dezember
4. Advent 18. Dezember 24. Dezember 22. Dezember

Adventszeit: Ursprung

Am Sonntag, den 26. November 1038, machte Kaiser Konrad II. auf dem Weg von Burgund nach Goslar Halt in Straßburg. Er besuchte dort den Bischof, seinen Onkel Wilhelm. Der hatte eigentlich geplant, mit der Ankunft des Kaisers auch die Ankunft des Herrn und den 1. Advent zu feiern. Doch es kam anders. „Der Kaiser und seine Umgebung waren damit nicht einverstanden“, schreibt der Historiker Herwig Wolfram in seinem Buch „Konrad II.“. Noch heute bestimmt dieses Ereignis, wann der Advent beginnt.

Hätten Konrad und Wilhelm den 1. Advent bereits am 26. November gefeiert, hätte es insgesamt fünf Adventssonntage gegeben – einen mehr als von Papst Gregor dem Großen gut 400 Jahre zuvor vorgegeben. Bis zum kaiserlichen Besuch bei Bischof Wilhelm stand nur die Zahl der Adventssonntage fest, zum Datum war nichts gesagt. Das sorgte für Diskussionen über die Länge der Adventszeit, in der sich die Christen auf das Fest der Geburt Jesu vorbereiten.

Eine Woche nach seiner Ankunft zog Kaiser Konrad II. einen Schlussstrich unter den sogenannten Adventsstreit. Am 3. Dezember feierte er zusammen mit seiner Frau Gisela und mehreren Bischöfen im Kloster Limburg bei Bad Dürkheim in der heutigen Pfalz den ersten Advent. Zugleich ließ Konrad die Datumsspanne regeln. Es wurde festgelegt, dass der erste der vier Adventssonntage immer zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember liegen muss.

Diese Regelung unterstützte später auch das Konzil von Trient (1545-1563) und schrieb eine vierwöchige Adventszeit vor, beginnend mit dem vierten Sonntag vor dem ersten Weihnachtstag.

Advent: Bedeutung im Kirchenjahr

Advent – vom lateinischen „adventus“ für Ankunft – ist für Christen das Warten auf die Ankunft Jesu. Mit dem 1. Advent beginnt das Kirchenjahr. Jeder der vier Sonntage vor Weihnachten hat seine eigene Bedeutung:

  • 1. Advent: Er steht für das Kommen des Herrn. In der evangelischen Kirche erinnert er insbesondere an den Einzug Jesu in Jerusalem.
  • 2. Advent: Er dient der Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi.
  • 3. Advent: Er erinnert an Johannes den Täufer.
  • 4. Advent: Hier steht insbesondere in der katholischen Kirche Maria, die Mutter Gottes, im Mittelpunkt.

Bräuche in der Adventszeit

Der Adventskranz geht auf eine Erfindung des evangelischen Pfarrers Johann Hinrich Wichern aus dem Jahr 1839 zurück. Da die Waisenkinder, um die er sich kümmerte, immer fragten, wann denn endlich Weihnachten sei, baute er aus einem alten Wagen einen Holzkranz mit 20 kleinen roten und vier großen weißen Kerzen als Kalender.

An jedem Tag in der Adventszeit wurde eine weitere Kerze angezündet, an den Sonntagen eine der großen Kerzen, sodass die Kinder die Tage bis Weihnachten abzählen konnten. Die großen Kränze erwiesen sich für den täglichen Gebrauch im privaten Bereich jedoch als zu unhandlich. Besser setzte sich die Idee durch, mit vier Kerzen die Adventssonntage zu symbolisieren. Seit etwa 1860 wird der Adventskranz aus Tannengrün gefertigt.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
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