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Immer mehr Tierarten vom Aussterben bedroht

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Fast 17.000 Tierarten weltweit sind vom Aussterben bedroht – und es werden immer mehr. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der „Roten Liste“.

Es gibt immer mehr bedrohte Tierarten. Das zeigt die aktuelle „Rote Liste“ der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN), in der gefährdete Tier- und auch Pflanzenarten gesammelt werden. Demnach sind 16.900 Tierarten aktuell bedroht.

Wirbeltiere sind besonders gefährdet

Zwei Drittel der gefährdeten Spezies fallen in die Kategorie der Wirbeltiere, ein Drittel sind Wirbellose. Die Analysten von „Statista“ haben außerdem veranschaulicht, wie sich die Zahlen entwickelt haben: Waren 2006 noch weniger als 8.000 Tierarten bedroht, stieg die Zahl bereits zehn Jahre später über 12.000 und schließlich 2020 sogar über 15.000.

Die Grafik zeigt auch: Insbesondere Wirbeltiere sind vom Aussterben bedroht, zwei Drittel der Tierarten fallen in diese Kategorie. Ein Drittel sind die Wirbellosen. Am stärksten bedroht sind den Experten zufolge Amphibien: Rund 41 Prozent der mehr als 7.000 beobachteten Amphibienarten gelten als vom Aussterben bedroht. Insbesondere Frösche aus der Karibik sowie Mittel- und Südamerika führen die Liste an.

Wie bedroht eine Art ist, hängt jedoch letztlich nicht nur davon ab, wie viele Tiere es noch gibt, sondern auch von seinem Lebensraum. „Es macht einen großen Unterschied, ob eine Art über halb Ostafrika verbreitet ist, oder nur in einem kleinen Vulkankegel in Kenia vorkommt“, erklärt Arnulf Köhncke vom WWF. „Wenn ein Gebiet sehr klein ist, mag es hier noch 5.000 Tiere geben – trotzdem kann die Art durch eine mögliche Zerstörung des Gebietes stark bedroht sein.“

Vom Aussterben bedroht sind der Definition nach beispielsweise Arten, deren Population in den vergangenen zehn Jahren um mindestens 90 Prozent geschrumpft ist.

Welche Arten sind vom Aussterben bedroht?

Neben den Amphibien sind auch andere Tierarten besonders gefährdet: 37 Prozent der Haie und Rochen könnten bald aussterben, 36 Prozent der riffbildenden Korallen und 27 Prozent der Säugetiere sowie 13 Prozent der Vögel.

Zu den besonders bedrohten Tieren gehört beispielsweise der Afrikanische Pinguin (Brillen-/Eselspinguin – Spheniscus demersus). Nur noch 41.700 erwachsene Tiere leben im Süden Afrikas. Er wird vor allem von Öl- und Gasbohrungen, vom Bergbau, aber auch vom Klimawandel bedroht.

Kamele: Das Wildkamel gilt als vom Aussterben bedroht.
Kamele: Das Wildkamel gilt als vom Aussterben bedroht. (Quelle: imageBROKER/Florian Bachmeier via www.imago-images.de)

Auch wildlebende Kamele (camelus ferus) sind besonders stark gefährdet. Nur noch rund 950 erwachsene Tiere gibt es in der Wüste zwischen China und der Mongolei. In Kasachstan gilt die Art bereits als ausgestorben.

In Westafrika gibt es noch 1.000 bis 20.000 Exemplare des Westafrikanischen Panzerkrokodils (mecistops cataphractus). Es fällt vor allem durch seine schmale Schnauze auf und lässt sich so leicht vom Nilkrokodil unterscheiden.

Westafrikanisches Panzerkrokodil (mecistops cataphractus): Es gibt nur noch maximal 20.000 erwachsene Individuen.
Westafrikanisches Panzerkrokodil (mecistops cataphractus): Es gibt nur noch maximal 20.000 erwachsene Individuen. (Quelle: ALIMDI.NET / Arterra / Philippe via www.imago-images.de)

Klimawandel lässt Arten aussterben

Als einen Hauptgrund für das Artensterben geben die Wissenschaftler den weltweiten Klimawandel an. Klimatische Veränderungen sorgen dafür, dass sich die Lebensräume vieler Tierarten verschieben, dass sie schrumpfen oder gar vollständig zerstört werden.

Aber auch der Mensch ist ein Problem: Durch die Ausbreitung des Menschen werden Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum vertrieben oder ihr Lebensraum wird zerstört.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
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