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Diese Gerichte eignen sich in Krisenzeiten

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In Krisensituationen oder wenn sie Geld sparen wollen, greifen Menschen zu Lebensmittelvorräten. Aber was kann man daraus kochen? Eine Seglerin hat Ideen.

Das Wichtigste im Überblick


Es gibt jede Menge Empfehlungen, welche Lebensmittel man für den Katastrophenfall vorrätig haben sollte. Aber was kocht man dann damit? Immer nur Linsen- oder Erbseneintopf aus der Dose wird schließlich auf Dauer langweilig.

Dass man sich auch in herausfordernden Situationen abwechslungsreich und ausgewogen ernähren kann, weiß Paula Keck. Zusammen mit ihrem Mann macht sie regelmäßig Segeltouren. „Bisweilen auch mehrere Wochen lang, ohne allzu oft in Häfen einzulaufen“, sagt sie.

Diese Lebensmittel sollten vorrätig sein

Die 58-Jährige hat ein Kochbuch geschrieben, das auf solche Situationen eingeht. „Es war zuerst für die Bordküche gedacht, aber jetzt hat sich herausgestellt, dass eine gewisse Notfallvorsorge in der Küche auch an Land sinnvoll sein kann.“

So seien ein kleiner Vorrat und passende Rezepte auch dann hilfreich, wenn man nicht so oft wie üblich zum Einkaufen gehen wolle oder könne – wie etwa derzeit aufgrund des Coronavirus. Keck empfiehlt, sich ein paar Lebensmittel zuzulegen, die auch ohne Kühlung lange haltbar sind. „Also etwa Getreide, Reis und Teigwaren. Dazu kommen lagerfähige Obst- und Gemüsesorten wie Kartoffeln und Äpfel und zudem Konserven.“ Bulgur, Buchweizen und Quinoa empfiehlt Keck im Speziellen. „Dann müssten sich die Regale für Nudeln und Reis nicht so blitzschnell leeren.“

Sie selbst habe darüber hinaus sämtliche Sorten an Tomatenkonserven, Tomatenmark und Brühepulver zu Hause. Am besten sei es, man notiere sich schon vor einem Notfall alles, was man so während einer Woche im Haushalt verwende. „Das gehört dann auch in den Notvorrat – sofern es haltbar ist.“

Die Lebensmittel, die für Kecks Gerichte benötigt werden, orientieren sich an der Liste des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Keck hat allerdings bei allen Rezepten, bei denen es möglich ist, einen „Frischetipp“ eingebaut.

Mit der Bettdecke kochen

Wer Strom sparen muss oder nur einen Campingkocher zur Hand hat, dem rät Keck, die Bettdecke fürs Kochen zu nutzen. Genau, die Bettdecke. „Das ist nichts anderes als die gute alte Kochkiste“, sagt sie. „Es gibt auch den sogenannten Kochsack und Wonderbag, die seit einiger Zeit wieder in Mode kommen.“ Das Prinzip: Die Speisen werden auf einer Kochstelle zwei bis fünf Minuten angekocht und dann fest in einer Bettdecke, einem Schlaf- oder Kochsack eingepackt. „Durch die Isolierung gart das Gericht schonend weiter. Man spart dabei Energie und es kann nichts anbrennen.“

Wie lecker man mit einem Notfallvorrat kochen kann, zeigen die folgenden Rezepte aus Paula Kecks Kochbuch „Lecker Kochen im Notfall“:

Risotto mit Süßkartoffel

Zutaten für zwei Portionen:

  • 1 EL Öl
  • 150 g Reis (Risottoreis „Arborio“ ist ideal, jede andere Sorte geht zur Not aber auch)
  • 300 ml Wasser oder Brühe
  • 30 g Parmesan
  • 20 g Butter
  • Ghee oder Öl
  • 1 Dose Süßkartoffeln (ca. 265 g Abtropfgewicht) (alternativ eine frische Süßkartoffel, falls vorhanden)
  • Salz, Pfeffer
  1. Öl in einem Topf erhitzen, den Reis dazugeben und unter Rühren 30 Sekunden andünsten. Mit Wasser oder Brühe aufgießen und aufkochen lassen.
  2. Den Reistopf mit Deckel in Bettdecke oder Schlafsack packen. Nach einer Stunde ist der Reis gar, kann mit Salz und Pfeffer gewürzt und weiterverarbeitet werden. (Auf dem Herd: Auf ganz kleiner Flamme ca. 20 Minuten zugedeckt quellen lassen, bis sich an der Oberfläche kleine „Löcher“ zeigen. Mit einer Gabel auflockern und ausdampfen lassen.)
  3. In der Zwischenzeit den Parmesan fein reiben.
  4. Parmesan und Butter kräftig unter den Reis mischen, sodass beides schmilzt und sich verteilen kann – das gibt dem Reis eine cremige Konsistenz. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Süßkartoffeln leicht unterheben und zugedeckt auf dem Reis warm werden lassen.

Tipp: Wenn Sie in Ihrem geheimen Koch-Zauberschrank ein Döschen Safran haben, geben einige Fäden davon Ihrem Risotto den typischen Geschmack und die gelbliche Färbung.

Linsen-Bolognese

Linsenbolognese: Schmeckt super zum Beispiel zu Pasta.

Zutaten für zwei Portionen:

  • 1 Zwiebel
  • 2 bis 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 Dose gehackte oder passierte Tomaten (ca. 400 g Einwaage)
  • je 1 TL getrockneter Majoran und Oregano
  • 125 g rote oder gelbe Linsen
  • 1 kleines Glas oder kleine Dose Möhren
  • Salz, Pfeffer
  • Balsamessig (ersatzweise weißer Essig)
  1. Zwiebel und Knoblauchzehen abziehen und klein hacken. Öl in einem mittelgroßen Topf erhitzen und Zwiebel und Knoblauch goldgelb anbraten.
  2. Tomatenmark dazugeben und kurz mitbraten. Die Brühe angießen, Tomaten, Majoran, Oregano und Linsen dazugeben und aufkochen lassen.
  3. Die Möhren abgießen, klein schneiden und unterheben.
  4. Entweder zugedeckt in eine Decke gewickelt eine Stunde fertig garen lassen oder auf dem Herd auf kleiner Flamme 20 Minuten zugedeckt weichkochen.
  5. Mit Salz, Pfeffer und Balsamessig abschmecken und nach Belieben zu Teigwaren, Reis oder Brot essen.

Tipp: Die Methode „Bettdecke“ hat den Vorteil, dass Sie den Gaskocher frei haben, um Spaghetti oder andere Teigwaren zu kochen, während die „Bolognese“ unter der Decke gart.

Hirse mit Trockenfrüchten

Hirse mit Trockenfrüchten: Alternativ können auch Nüsse in die Hirse gemischt werden.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
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